Literaturkalender: 3. Januar

Café Griensteidl, Wiener Kaffeehaus, Literaten-Kaffeehaus, Österreich,

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Inhalt:
> Literaturhistorie
> Verfolgungen und Verhaftungen von Journalisten und Schriftstellern
> Uraufführungen / Premieren
> Erschienene Werke 
> Literaturpreise und Auszeichnungen

> Geboren
> Gestorben

Literaturhistorie

1843: Das Börsenblatt vom deutschen Buchhandel erschien zum ersten Mal.

1957: Die Wiener Stadtbibliothek zeigte zum 60. Jahrestag der Zerstörung des Cafés Griensteidl, auch bekannt als Literaten-Kaffeehaus, eine Ausstellung mit einem Querschnitt über die Entwicklung des Cafés, wie das Schlüsseldokument „Die demolierte Literatur“ (1897) von Karl Kraus, eine Satire auch unter der Bezeichnung „Kampfschrift“ bekannt, sowie Werke und Lebensaufzeichnungen von ehemaligen Gästen wie Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal und Arthur Schnitzler.

1961: Zwischen dem polnischen und dem deutschen Schriftstellerverband (Präsidentin: Anna Seghers) wurde ein Freundschaftsvertrag abgeschlossen, indem die Zusammenarbeit für die Jahre 1961 und 1962 geregelt wurde. Hierfür kam eine Delegation polnischer Schriftsteller unter der Leitung vom Vizepräsidenten Jerzy Putrament nach Berlin, die weiter reisten nach Dresden und Weimar und am 13. Januar 1961 wieder zurückreisten.

1978: In der Stadtbibliothek Duisburg wurde die Ausstellung „Duisburger Verlage II: Gilles und Francke“ eröffnet. Sie ging am 31. Januar 1978 zu Ende.
1978: Die dritten Erlanger Auslandskulturtage wurden eröffnet und waren Italien gewidmet. Auf dem Programm standen Aktionen, Ausstellungen, Theater, Film, Konzerte, Literaturabende und Vorträge. So gastierten das Teatro Libero di Parma (Theatergruppe), die Cantori di Assisi und die Solistin Veneti. Die dritten Erlanger Auslandskulturtage gingen am 18. November 1978 zu Ende.

Verfolgungen und Verhaftungen von Journalisten und Schriftsteller

1946: In der Stadtbücherei Mainz wurde die Ausstellung „Bücher kehren aus der Verbannung zurück“ von dem Bibliothekar und Historiker Aloys Leonhard Ruppel im Beisein von Vertretern der französischen Militärverwaltung eröffnet. In der Neuer Mainzer Anzeige vom 15. Januar 1946 sprach er darüber, dass die Ausstellung „höchste Pflicht und höchstes Recht einer wissenschaftlichen Bibliothek ist, die absolute Objektivität gegenüber allen Strömungen und Richtungen in Wissenschaft und Leben“ sei.

Uraufführungen / Premieren

1814: Die Uraufführung der Operette „Die Nachtmütze des Propheten Elias“ von August von Kotzebue fand in Stuttgart statt.

Erschienene Werke

1815: Die Literaturzeitschrift Friedensblätter begann die Erzählung „Die Schachtel mit der Friedenspuppe“ von dem deutschen Schriftsteller Clemens Brentano abzudrucken.

1976: Das Gedicht „Artikel 3“ von Alfred Andersch wurde in der „Frankfurter Rundschau“ abgedruckt. Darin übte er scharfe Kritik an der Praxis des Radikalenerlasses in der Bundesrepublik und verglich sie mit der Verfolgung Andersdenkender unter dem NS-Regime. Es folgte eine heftige öffentliche Debatte.
     Zum Nachlesen (): „Artikel 3“ von Alfred Andersch

2011: Das BilderbuchWann kommt Mama?“ von Tae-Jun Lee wurde im Baobab Verlag publiziert.

2017: Der Roman „Die Terranauten“ von Tom Coraghessani Boyle wurde im Hanser Verlag publiziert. (siehe T.C. Boyle bei der lit.Cologne 2017)
2017: Der Roman „Statt etwas oder Der letzte Rank“ von Martin Walser wurde im Rowohlt Verlag publiziert. (siehe Autorenlesung mit Martin Walser

Literaturpreise und Auszeichnungen

2014: Der deutsche Schriftsteller Stephan Thome erhielt in Berlin den „Kunstpreis Literatur der Akademie der Künste“. Der Preis war mit 5.000 € dotiert.

Geboren

1980: Jessica Störmer, deutsche Illustratorin und Schriftstellerin

1969: Marie Darrieussecq, französische Schriftstellerin

1967: Marc Elsberg, österreichischer Schriftsteller

1964: Sven Kivisildnik, estnischer Schriftsteller
1964: Toshiyuki Horie, japanischer Übersetzer (französisch) und Schriftsteller

1951: Ken Bruen, irischer Schriftsteller
1951: Rosa Montero, spanische Schriftstellerin
1951: Rainer Maria Schröder, deutscher Schriftsteller

1948: Uwe Saeger, deutscher Schriftsteller

1935: Renate Rasp, deutsche Schriftstellerin

1933: Maxie Wander, österreichische Schriftstellerin

1921: Claude Vigée, französischer Dichter

1917: Alexander Johann Heinrich Spoerl, deutscher Schriftsteller

1912: Wolf von Aichelburg, deutsch-rumänischer Schriftsteller

1893: Pierre Eugène Drieu la Rochelle, französischer Schriftsteller

1892: John R. R. Tolkien, britischer Schriftsteller

1891: Kawakami Santarō, japanischer Lyriker

1886: Geneviève Fauconnier, französische Schriftstellerin

1883: Robert Caze, französischer Dichter und Schriftsteller

1870: Henry Handel Richardson, australische Schriftstellerin

1867: Elsa Asenijeff, österreichische Schriftstellerin

1856: Clara Anhuth, deutsche Bibliothekarin und Schriftstellerin

1853: Sophie Elkan, schwedische Schriftstellerin

1831: Adolf Mützelburg, deutscher Schriftsteller

1829: Konrad Duden, deutscher Philologe

1827: Michel Rodange, luxemburgischer Schriftsteller

1809: Moritz Gustav Bauschke, deutscher Buchhändler und Schriftsteller

1803: Douglas William Jerrold, englischer Dichter und Dramatiker

1789: Carl Gustav Carus, deutscher Philosoph und Autor

1737: Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, deutscher Dichter

1698: Pietro Antonio Domenico Bonaventura Trapassi, italienischer Dichter

106 v.Chr.: Marcus Tullius Cicero, römischer Schriftsteller

Gestorben

1654: Matsunaga Teitoku, japanischer Gelehrter und Dichter

1682: Olof Verelius, schwedischer Sprachforscher

1840: Johann Ulrich Hegner, schweizerischer Schriftsteller

1875: Pierre Athanase Larousse, französischer Schriftsteller

1877: Henry Bonaventure Monnier, französischer Schriftsteller

1882: William Harrison Ainsworth, englischer Schriftsteller

1900: Dmitri Wassiljewitsch Grigorowitsch, russischer Schriftsteller

1912: Felix Dahn, deutscher Schriftsteller

1922: Berthold Gustav Gottlieb Delbrück, deutscher Linguist
1922: Friedrich Wilhelm Voigt, Schuhmacher, bekannt als „Hauptmann von Köpenick“ bei Carl Zuckmayer

1923: Jaroslav Hašek, tschechischer Schriftsteller

1924: Jiří Karel Wolker, tschechischer Dichter

1947: Friedrich Wilhelm Ernst Hardt, deutscher Übersetzer (französisch) und Schriftsteller

1967: Alfred Margul-Sperber, deutschsprachiger rumänischer Schriftsteller

1970: Raúl Aparicio, kubanischer Schriftsteller

1975: Robert Neumann, deutscher und englischsprachiger Schriftsteller

1980: Joy Adamson, britisch-österreichische Schriftstellerin

1983: Jens Rehn, deutscher Schriftsteller

1988: Rose Ausländer, deutsche und englischsprachige Dichterin

1989: Robert Thomas, französischer Schriftsteller

2008: Henri Chopin, französischer Dichter

2011: Eva Strittmatter, deutsche Schriftstellerin

2012: Josef Škvorecký, tschechischer Übersetzer (englisch) und Schriftsteller

2018: Fred Bass, amerikanischer Buchhändler, starb im Alter von 89 Jahren (vgl. Literatursalon vom 13.01.2018: Mitten hinein in den Alltag)


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Literaturgeschichte

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