Literaturkalender: 1. Januar

Frankfurter Buchmesse, 2016, Autoren, Verleger

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 Inhalt:

Literaturhistorie
> Verlage / Wirtschaft
> Uraufführungen / Premieren
> Geboren
> Gestorben

 

Literaturhistorie (allgemein)

1933: Das Kabarett Die Pfeffermühle wurde in München eröffnet.

1945: Thomas Mann sprach über BBC-London „Es gibt keinen Nazi-Sieg.“

1948: Franz Nabl wurde der neue Vorsitzender vom PEN-Club Österreich.

1953: In der DDR wurde von der SED anlässlich des 135. Geburtstag und 70. Todestag das Jahr zum Karl-Marx-Jahr erklärt.

1969: Künftig wird die Deutsche Bibliothek als Bundesanstalt der BRD geführt und setzt somit ihre Arbeit der „Deutschen Bücherei zu Leipzig“ fort.

1971: Agatha Christie bekam von der Königin Elisabeth II. Dame Commander of the British Empire verliehen.

1973: Folgende Regelungen und Gesetze traten in Kraft: Urheberrechtsnovelle, „Bibliotheksgroschen“, Sozialfonds, Autorenversorgungswerk

1974: 123 Autoren des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) hatten bis zum Jahresbeginn ihren individuellen Beitritt zur Gewerkschaft IG Druck und Papier erklärt.

1976: In der Stadtbücherei Dortmund wurden die Ausstellungen über die deutsche Schriftstellerin „Marie Luise Kaschnitz. Zum 75. Geburtstag. Bücher, Dokumente“, dem deutschen Schriftsteller und Journalisten „Walter Dirks. Dortmunder Publizist und Redakteur. Zum 75. Geburtstag. Bücher, Dokumente“ und dem amerikanischen Schriftsteller „Jack London. Zum 100. Geburtstag. Bücher, Dokumente“ eröffnet. Ende der Ausstellungen 31. Januar 1976.

1977: In der Stadtbücherei Dortmund wurden die Ausstellungen über „Heinrich Kleibauer – Dortmunder Schriftsteller – zum 95. Geburtstag“ und dem deutschen Schriftsteller „Reinhard Johannes Sorge. Schriftsteller. Zum 85. Geburtstag“ eröffnet. Ende der Ausstellungen 31. Januar 1977.

1979: Der „Normvertrag“ zwischen dem Deutschen Schriftstellerverband und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels tritt in Kraft.
1979: Der neue Herausgeber von der Zeitschrift „Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken“ wird Hans Schwab-Felisch.

1980: Der „Normvertrag“ zwischen dem Deutschen Schriftstellerverband und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels galt ab sofort auch für Kinder- und Jugendbuchautoren. Die Schieds- und Schlichtungsstelle Buch nahmen ihre Arbeit auf.

1982: Das Theaterstück „Reigen“ von Arthur Schnitzler wurde wieder aufgeführt. Zuvor war es durch den Schriftsteller untersagt worden, dieses Stück aufzuführen.

1983: Das KSVG und die Künstlersozialkasse traten in Kraft.

1984: Eine Neufassung des „Normvertrages“ für Autoren und Verlage zwischen Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Verband Deutscher Schriftsteller trat in Kraft.

1987: In Peking marschierten für Demokratie und Pressefreiheit 1.000 Studenten von der Universität zum Platz des Himmlischen Friedens. (siehe auch den Roman „Schöner als die Einsamkeit“ von Yiyun Li)

1988: Die „Deutsche Lesegesellschaft“ wurde in „Stiftung Lesen“ umbenannt. Die Schirmherrschaft lag ab sofort beim Bundespräsidenten.

1993: Die beiden Teilbereiche der Akademie der Künste Ost- und West-Berlin wurden zusammengeführt. Zuvor hatte es heftige Auseinandersetzungen zwischen den von Walter Jens und Heiner Müller repräsentierten Künstlern, die eine „En-bloc-Vereinigung“ beider Akademien favorisierten, und denjenigen Akademiemitgliedern, die dies ablehnten, gegeben. Im Laufe der Monate waren verschiedene Personen aus der Akademie ausgetreten, darunter die umstrittenen Mitglieder Hermann Kant und Günther Rücker, aber auch Reiner Kunze, Günter Kunert und Frey Klier, die nicht mit Ex-SED-Kollegen in einer Akademie sein wollten.

1997: Die Deutsche Literaturkonferenz wurde Mitglied im Deutschen Kulturrat.

1999: Die Schweizer Monatszeitschrift „du“ ging online.

2000: An der Universität Chemnitz startete bundesweit der erste Magister-Studiengang mit dem Hauptfach „Interkulturelle Kommunikation“.

2011: Das Theater in Görlitz wurde nach Gerhard Hauptmann benannt.
2011: Die Hauptgeschäftsführung von „Stiftung Lesen“ übernahm Dr. Jörg F. Maas und löste damit Heinrich Kreibich ab.

2017: Ellen Strittmatter (Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin) übernahm die Leitung des Schiller-Nationalmuseums und Literaturmuseum der Moderne in Marbach.

Verlage / Wirtschaft

1946: Eine Vergnügungssteuer wurde auf sämtliche Filmvorführungen erhoben, ausgenommen waren Opern, Konzerte, Kammermusik, Ballett und Drama, sofern ihre Aufführung als künstlerisch anerkannt worden sind. (Gilt für die West- und Sowjetische Besatzungszone)
1946: Im Rowohlt-Verlag wurde zum ersten Mal die Jugendzeitschrift „Pinguin“ von Erich Kästner herausgegeben.

1947: In Österreich zog Heinrich Weißhappel (Buchhändler) eine vorläufige Bilanz über die Tätigkeit der „Korporation der Buch-, Kunst- und Musikalienhändler“ und dem Entnazifizierungsgesetz: „Wird endlich einmal darüber Klarheit bestehen – und es scheint jetzt soweit zu sein -, dann wird festgelegt sein, wer künftighin unseren Beruf noch ausüben darf und unter welchen Voraussetzungen. […] Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß Nationalsozialisten davon ausgeschlossen sein werden, wenn auch nur für gewisse Zeiten. Wer mit geholfen hat, den Ast abzusägen, auf dem er saß, muß sich die Folgen selbst zuschreiben.“

1952: Die Idee vom Verlag Edition Leipzig wurde formuliert.

1957: Die Büchergilde Gutenberg gründete eine eigene Abteilung „Jugendgilde“ mit der Begründung schlechte Jugendbücher „abzuwehren und durch erstklassige Literatur zu ersetzen“.

1963: Der Staatsverlag der DDR wurde gegründet.

1963: Der Kiepenheuer & Witsch Verlag übernahm von der Deutschen Verlags-Anstalt die Herausgabe der von Hans Paeschke redigierten Zeitschrift „Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken“.

1968: Die beiden Verlage Fritz Molden aus Wien und Axel Juncker Verlag aus Stuttgart verlegten gemeinsam ihren Hauptsitz nach München. Die Geschäftsführung übernahm der Inhaber vom Axel Juncker Verlag, Olaf Paschke.

1970: Die Verlagsgruppe Bertelsmann übernahm den Münchner Verlag Heinrich Vogel mehrheitlich.

1973: Neuer Verlagsleiter vom Hermann Luchterhand Verlag wurde Hans Altenheim, der zuvor die Fischer-Bücherei und den Deutschen Studien-Verlag leitete.

1975: Ab sofort erschienen die „Frankfurter Hefte“ im Verlag Rommerskirchen + Co, Remagen-Rolandseck.

1977: Der Goldmann-Verlag ging in den Bertelsmann-Verbund ein. Somit etablierte sich Bertelsmann nun auch auf dem Taschenbuchmarkt.

1978: Der Hamburger Hoffmann und Campe Verlag wurde gleichberechtigter Gesellschafter des Deutschen Taschenbuch Verlages (dtv).

1981: Der Verlag der Autoren wurde in Frankfurt am Main zusätzlich zum Buchverlag der Autoren gegründet. Es sollen Dramentexte, klassische Autoren des Welttheaters in neuen Übersetzungen und mit einem editorischen Apparat sowie Kinder- und Jugendstücke verlegt werden.
1981: Der Braunschweiger BuchVerlag Klinkhardt und Biermann wurde von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung übernommen.

1991: Der Fusionsvertrag zwischen dem Leipziger und dem Frankfurter Börsenverein trat in Kraft. Mit der Fusion vereinigten sich auch die Börsenblätter; es gab nun nur noch ein „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel“ mit einer Auflage von etwa 18000 Exemplaren.

1992: Die Treuhandanstalt gab den Verlag „F.A. Brockhaus, Leipzig“ an seine früheren Eigentümer zurück. Die Verlagsarbeit sollte nun in Redaktionsgemeinschaft mit dem Leipziger Verlag Bibliographisches Institut auf lexikalische Werke konzentriert werden.

1998: Der Stuttgarter Verlag J.B. Metzler übernahm den Weimarer Verlag Hermann Böhlaus.

2017: Nomos Verlag übernahm C.H.Beck-Tochter Marburger Verlag Tectum.
2017: Argon Verlag hatte das Programm des Berliner Parlando Verlags erworben.

Uraufführungen / Premieren

1804: Am Nationaltheater Mannheim wurde das Singspiel „Die lustigen Musikanten“ von dem deutschen Schriftsteller Clemens Brentano unter dem Titel „Das neue Jahr in Famagusta“ unter der Regie von Georg Wenzel Ritter uraufgeführt.

1955: Das Kinderhörspiel „Wenn Burri hätte sprechen können“ (Teil 1) von Heinrich Böll und Marguerite Henry wurde beim Nordwestdeutschen Rundfunk uraufgeführt.

1961: Das Hörspiel „Mutter Ey. Versuch eines Denkmals in Worten“ von Heinrich Böll wurde beim Westdeutschen Rundfunk uraufgeführt.

1988: Das Hörspiel „Das Gespenst von Gattnau“ von Martin Walser wurde in den Sendern Westdeutscher Rundfunk, Südwestfunk und Österreichischen Rundfunk uraufgeführt.

2007: Das Doku-Drama und Dokumentarfilm „Saint-Exupéry“ nach dem Drehbuch von Frank Cottrell Boyce und unter der Regie von Anand Tucker wurde beim Fernsehsender arte uraufgeführt.

Geboren

Sven Regener_Portraet     John Downman, 1807

1981: Ernest van der Kwast, niederländischer Schriftsteller

1977: Lasha Bugadze, georgischer Schriftsteller

1972: Milena Busquets, spanische Übersetzerin (aus dem Englischen und Französischen) und Schriftstellerin

1967: Ulli Lust, deutsche Illustratorin

1957: Zurab Karumidze, georgischer Schriftsteller

1961: Sven Regener, deutscher Schriftsteller
1961: Henning Ziebritzki, deutscher Verleger und Schriftsteller

1956: John O’Donohue, irischer Philosoph und Schriftsteller

1954: Donald Ray Pollock, amerikanischer Schriftsteller

1951: Gen`ichiro Takahashi, japanischer Schriftsteller

1949: Olivia Goldsmith, amerikanische Schriftstellerin

1945: Rüdiger Safranski, deutscher Literaturkritiker und Autor

1942: Anne Duden, deutsche Schriftstellerin

1935: Eiko Kadono, japanische Schriftstellerin

1934: Franz Josef Bogner, deutscher Schriftsteller

1933: Claus Ulrich Wiesner, deutscher Schriftsteller
1933: Joe Orton, britischer Dramatiker

1929: Cordelia Maria Edvardson, Israelisch-schwedische Schriftstellerin

1928: Ernest Tidyman, amerikanischer Schriftsteller

1926: Ruth Schmidt-Wiegand, deutsche Germanistin
1926: Maria Frisé, deutsche Journalistin und Schriftstellerin
1926: Ingeborg Feustel, deutsche Schriftstellerin

1923: Ousmane Sembène, senegalesischer Schriftsteller

1922: Alois Vogel, österreichischer Schriftsteller

1919: Jerome David Salinger, amerikanischer Schriftsteller (siehe auch: 100 Jahre Jerome David Salinger)
1919: Daniil Granin, russischer Schriftsteller

1915: François Bondy, schweizerischer Literaturkritiker und Schriftsteller
1915: Branko Copić, jugoslawischer Schriftsteller

1913: Norman Rosten, amerikanischer Schriftsteller

1910: Haniya Yutaka, japanischer Schriftsteller

1897: Theodor Kramer, österreichischer Lyriker

1894: Frantisek Götz, tschechischer Literaturhistoriker

1890: Franz Spunda, österreichischer Schriftsteller

1888: Eduard Bass, tschechischer Schriftsteller

1887: Joseph Opatoshu, polnisch-amerikanischer Schriftsteller

1886: Kinoshita Rigen, japanischer Lyriker

1883: Federigo Tozzi, italienischer Schriftsteller

1880: Schalom Asch, jiddischer Schriftsteller

1879: Edward Morgan Forster, englischer Schriftsteller

1878: Pejo Jaworow, bulgarischer Dichter

1873: Mariano Azuela, mexikanischer Schriftsteller

1866: Charles-Maurice Couyba, französischer Literaturkritiker und Schriftsteller

1863: Ljubomir Georgiew Miletitsch, bulgarischer Sprachwissenschaftler

1858: Max Freiherr von Waldberg, deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler

1839: Ouida, britische Schriftstellerin

1834: Ludovic Halévy, französischer Dramatiker
1834: Frieda Ritzerow, deutsche Schriftstellerin

1833: Carl Altmüller, deutscher Dichter

1829: Berta Bethge, deutsche Schriftstellerin

1823: Sándor Petöfi, ungarischer Dichter

1819: Arthur Hugh Clough, britischer Dichter

1815: Charles Renouvier, französischer Philosoph

1813: Louis Adrien Huart, französischer Journalist und Schriftsteller

1810: Karl Wilhelm Eduard Mager, deutscher Literatur- und Sprachwissenschaftler

1809: Gustaw Zielinski, polnischer Schriftsteller

1807: Johan Fjeldsted Dahl, norwegischer Verleger und Buchhändler

1800: Francis Egerton, britischer Schriftsteller

1792: Henrik Anker Bjerregaard, norwegischer Dichter

1768: Maria Edgeworth, irische Schriftstellerin

1766: Georg Philipp Schmidt von Lübeck, norddeutscher Dichter
1766: Antoine-Vincent Arnault, französischer Lyriker und Dramatiker

1714: Christian Donaleitis, preußisch-litauischer Schriftsteller

1655: Christian Thomasius, deutscher Philosoph

1638: Antoinette Deshoulières, französische Dichterin

Gestorben

schwarz-weiß Bild, französischer Schriftsteller,  Biografie_d'Amboise, Catherine     Cronegk, Johann Friedrich

1549: Catherine d`Amboise, französische Dichterin

1560: Joachim du Bellay, französischer Lyriker

1758: Johann Friedrich von Cronegk, deutscher Dramatiker und Lyriker

1901: Sophus Christian Frederik Schandorph, dänischer Schriftsteller

1918: William Wilfred Campbell, kanadischer Schriftsteller

1920: Paul Adam, französischer Schriftsteller

1931: Hjalmar Bergmann, schwedischer Schriftsteller

1934: Max Sauerlandt, deutscher Autor (Kunsthistoriker)
1934: Jakob Wassermann, deutscher Schriftsteller

1945: Fritz Brupbacher, schweizerischer Schriftsteller

1951: Jan Valtin, deutscher Schriftsteller

1955: Öta Mizuho, japanischer Schriftsteller

1968: Georg Alexander Mathéy, deutscher Illustrator und Schriftsteller

1984: Paula Grogger, österreichische Schriftstellerin

1993: Anna Wimschneider, deutsche Autorin (Landwirtin)

1994: Marianne Bruns, deutsche Schriftstellerin
1994: Werner Schwab, österreichischer Dramatiker und Schriftsteller

1998: Gustl Angstmann, deutscher Schriftsteller

2007: Tillie Olsen, amerikanische Schriftstellerin

2009: Johannes Mario Simmel, österreichischer Schriftsteller

2010: Freya von Moltke, deutsche Schriftstellerin

2015: Roland Opitz, deutscher Literaturwissenschaftler


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Literaturgeschichte

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