Hörbücher und Bilderbuchkino

Einsatz mehrsprachiger Bilderbücher in KiTas

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Hörbücher und Bilderbuchkino

Die Hörbuchfassungen bieten in den Kindertagesstätten im Alltag die Möglichkeit, zum einen die Kinder in ihrer Sprache zu erreichen, die man selber nicht spricht. Zum anderen kann man allen Kindern nahebringen, dass jede Sprache ihren eigenen Klang und ihren eigenen Rhythmus hat. Zudem werden die Kinder in die Lage versetzt, für sich zu erfahren, wie es sein kann, wenn man etwas nicht versteht und die Kinder, die die jeweilige Sprache beherrschen ist es gut, für sich die Erfahrung zu machen, den anderen Kindern etwas zu erklären.
     Die Hörbücher bieten eine Möglichkeit der Sprachförderung für das einzelne Kind oder einer Gruppe. Die Gruppen können entweder aus den Kindern einer Sprache zusammengesetzt werden oder gemischt, je nachdem, welches Ziel man verfolgt. Mithilfe dieser Methode werden die Sprachkenntnisse aller Kinder erweitert.
    
Wenn das Hörbuch für die Sprachförderung eines einzelnen Kindes oder einer Gruppe gleicher Sprache eingesetzt wird, fällt es den Kindern leichter, wenn sie die Geschichte in ihrer Sprache hören und sich den anderen Kindern in ihrer bevorzugten Sprache mitteilen können.

In einer gemischten Sprachgruppe eines Alters hat sich folgende Methode bewährt:
Zuerst lässt man die Kinder ein Hörbuch in einer Nicht-deutschen Fassung hören. Das Hörbuch kann man unterteilen, wie beispielsweise dass man sich an die Aufteilung des Textes aus dem Bilderbuch (Seitenaufteilung) hält, dass heißt, man unterteilt das Hörbuch in kurze Sequenzen. Es ist durchaus möglich, dass die Kinder hintereinander verschiedene Sprachvarianten hören. Am Ende jeder Sequenz sollte die deutsche Variante den Kindern vorgespielt werden. Zwischen den kurzen Sequenzen können den Kindern Fragen gestellt werden, wie:

Wer hat was verstanden?
Wisst ihr, worum es in dem Hörbuch geht?
Kennt ihr schon (z.B. den Regenbogenfisch, den Kleinen Eisbären)? 

Bilderbuchkino

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Eine weitere Variante ist durchführbar: Im Vorfeld können Eltern/ErzieherInnen ein Bilderbuch in ihrer jeweiligen Erstsprache schriftlich übersetzen.
Habe Mut
     Für ein gemeinsames Erlebnis von Erwachsenen und Kindern lädt man die Eltern zu einem Event ein. Zu jeder Bilderbuchseite können die Übersetzer ihre Texte in den kurzen Sequenzen vorlesen.
    
In der Kindertagesstätte „Gläserstraße“ ist im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages auf diese Art das Bilderbuch „Leopold und der Fremde“ von Stephan Brülhart vorgelesen worden.

Zuweilen liegt in einem Bilderbuch eine DVD in verschiedenen Sprachen bei, so auch in „Einer für alle – Alle für einen!“ von Brigitte Weninger.

 

Wie ein Bilderbuchkino zu einem ganz besonderen Erlebnis werden kann, zeigt der folgende Filmbeitrag über „Grüffelo“ von Julia Donaldson mit Illustrationen von Axel Scheffler:


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Mehrsprachige Bilderbücher und deren Einsatz in KiTas

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