Rezension zu „Beim Kinderarzt“ von Ulrike Fischer

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© Otto Raddatz / Collage: made by © read MaryRead

Teddybär bringt die Lösung

Spätestens seit dem „Club der toten Dichter“ von Peter Weir weiß man, dass ein Perspektivwechsel sinnvoll sein kann, vielleicht sogar nützlich. Dies trifft auf das Bilderbuch „Beim Kinderarzt“ von Ulrike Fischer zu, ungeklärt bleibt vorerst, für wen ein Perspektivwechsel vorteilhaft wäre.

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hier wird gemessen und gewogen

hier wird gemessen und gewogen / © Gabi Höppner

Der regelmäßige Besuch beim Kinderarzt ist hierzulande vom Säuglingsalter an üblich und das Kinder nicht über alles beim Arzt begeistert sind, ist normal. Lena kennt ihren Kinderarzt, fühlt sich in der Praxis wohl, unbeschwert spielt sie mit ihrem mitgebrachten Teddybär. Das ganze geht so lange gut, bis die Spritze ins Spiel kommt.
     Versetzt man sich in die Lage der Eltern, die mit ihrem zweijährigen Kind (für diese Altersgruppe wurde das zweisprachige Bilderbuch konzipiert) den Kinderarzt besuchen möchten, brauchen sie entweder ein Kinderbuch, das während eines Besuchs ihr Kind ablenkt, also eines, das spannend genug ist, um das Kind quasi bei der Stange zu halten; oder eines, dass über den normalen Besuch eines Arztes hinausgeht, denn das kennen sie ja schon und das Kind auch.
    
Versetzt man sich in die Lage der Eltern, die aus einem anderen Kulturraum stammen, würde man sich am ehesten von einem Kinderbuch angesprochen fühlen, wenn man darin etwas entdecken würde, was einem bekannt vorkommt, sei es Namen, die Haut- oder Haarfarbe, Spielzeug oder, oder, oder.
    
Von Ulrike Fischer würde man mehr erwarten, hat sie doch unter anderem mit dem Kinderbuch „Max fährt mit“ unter Beweis gestellt, dass sie spannend und interessant erzählen kann. Die Illustratorin Gabi Höppner „rettet“ in gewisser Weise das eher langweilige Kinderbuch. Mit wenig Aufwand ist es ihr gelungen, das man die Gesichter lesen kann und selbst der mitgebrachte Teddybär von Lena hat in den verschiedenen Situationen dementsprechende Gesichtsausdrücke. In so manch einer pluriszenischen Darstellung wirken die gleichzeitigen Handlungen sehr natürlich, fallen als solche nicht auf, faszinieren einen.

Wie jede kluge Kinderärztin so weiß sich auch der Kinderarzt von Lena sich zu helfen. Als Lena die Spritze sieht, würde sie diese am liebsten verweigern. Der Teddybär bietet die Lösung.

© read MaryRead 2019

Kinderbuch

In folgenden Sprachausgaben erhältlich:
Deutsch – Arabisch: Beim Kinderarzt – عِنْدَ طَبِيبِ الأَطفَالِ / ISBN: 978-3-19-459597-2
Deutsch – Englisch: Beim Kinderarzt – At the Doctors Office / ISBN: 978-3-19-579596-8
Deutsch – Französisch: Beim Kinderarzt – Chez le pédiatre / ISBN: 978-3-19-589596-5
Deutsch – Griechisch: Beim Kinderarzt – Στον παιδίατρο / ISBN: 978-3-19-599596-2
Deutsch – Italienisch: Beim Kinderarzt – Dal dottore / ISBN: 978-3-19-609596-8
Deutsch – Russisch: Beim Kinderarzt – У детского доктора / ISBN: 978-3-19-619596-5
Deutsch – Spanisch: Beim Kinderarzt – En el pediatra / ISBN: 978-3-19-629596-2
Deutsch – Türkisch: Beim Kinderarzt – Doktorda / ISBN: 978-3-19-639596-9

Rezension, Buchbesprechung, Literaturkritiker, Kinderbuch, Bilderbuch, zweisprachig,Ulrike Fischer: Beim Kinderarzt
Illustrationen: Gabi Höppner
Bilderbuch
Alter: ab 2 Jahre
16 Seiten
geheftet
Format (H x B x T): 199 x 145 x 2 mm
Gewicht: 55 g
erschien: 14.08.2014
Verlag: Edition bi:libri
ISBN (siehe Sprachausgaben)
Preis: 6,50 € (D), 6,70 € (A)

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