Weihnachtsgeschäft 2017: Verlauf und Bilanz

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Alles gut?

Bevor das Kernweihnachtsgeschäft 2017 begann, wurde die eine oder andere Prognose abgegeben. Laut Umfrage der Gfk (Gesellschaft für Konsumforschung) sollte das diesjährige Weihnachtsgeschäft ein plus von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften. Demnach sollen Bücher auf dem vierten Platz der Hitliste für Geschenke stehen, hinter Bekleidung, Spielwaren und Gutscheine. Man erwartete einen Umsatz von 957 Millionen Euro (ohne Gutscheine).
     Kurz nach dem 1. Advent, am 05.12.2017 gab der mvb in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Buchhandelsumsätze um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Der Buchhandel konnte zu diesem Zeitpunkt also aufatmen. Insbesondere in Baden-Württemberg und Sachsen zählten die Buchhändler zum Start deutlich mehr Kunden als im Vorjahreszeitraum. Generell wurde in Buchhandlungen in kleineren Orten eine geringere Kundenfrequenz registriert als im Innenstadtbereich größerer Städte und in Stadtteilbuchhandlungen. Die bestverkauften Titel der Woche vom 27.11. – 05.12.2017 liegen neben starken regionalen Titeln vor allem in der Belletristik, allen voran Daniel Kehlmanns „Tyll” (Rowohlt), Juli Zehs „Leere Herzen” (Luchterhand) und Ken Folletts „Fundament der Ewigkeit” (Bastei Lübbe). Im Kinder- und Jugendbuch liegt „Und Tschüss!“ (Baumhaus), der zwölfte Band von „Gregs Tagebuch” des Autors Jeff Kinney, mit Abstand vorn. Im Sachbuch führen Peter Wohllebens „Das geheime Netzwerk der Natur” (Ludwig), Gregor Gysis Autobiografie „Ein Leben ist zu wenig” (Aufbau) und Rolf Dobellis Glückswegefinder „Die Kunst des guten Lebens” (Piper) die Riege der Bestseller an. Daneben gingen auch Hörbücher überdurchschnittlich, gerade mit Hinblick auf den Nikolaustag. Zudem zieht der Hörspielwürfel Toniebox nach Angaben der befragten Buchhändler neue Kunden an.
    
Für die Stichprobe hat das Börsenblatt deutschlandweit 50 Buchhandlungen unterschiedlicher Umsatzklassen befragt. Erhebungszeitraum für die aktuellen Zahlen war der 27.11. bis 02.12.2017 (KW 48) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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In der nächsten Pressemitteilung des mvb (Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH) vom 12.12.2017 heißt es: „In der Woche vor dem zweiten Advent steigen die Buchhandelsumsätze durchschnittlich um 2,1 Prozent gegenüber 2016. Das Weihnachtsgeschäft 2017 zieht an, der positive Trend der ersten Adventswoche setzt sich fort: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwirtschafteten die Buchhändler in Deutschland in der Woche vor dem zweiten Advent quer durch alle Regionen ein durchschnittliches Umsatzplus von 2,1 Prozent. Ein größeres Umsatzplus konnten vor allem Buchhandlungen im Norden und in Sachsen verzeichnen. Das geht aus aktuellen Marktdaten hervor, die das Börsenblatt ermittelt hat. Viele Buchhändler merkten bei der aktuellen Befragung an, dass die Kunden auch kräftig bestellen: Die Abholfächer sind voll.“ Die bestverkauften Titel der Woche vom 05.12. – 11.12.2017 ist ähnlich, wie in der ersten Woche. Die Bestenliste der ersten Adventswoche wird durch folgende Titel ergänzt: „Was man von hier aus sehen kann” von der norwegischen Schriftstellerin Maja Lunde (DuMont), „Die Geschichte der Bienen” (btb), im Kinder- und Jugendbuch der Thriller „Aquila” von Ursula Poznanski (Loewe), im Sachbuch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen” von Axel Hacke (Kunstmann).
     Für die Stichprobe hat das Börsenblatt deutschlandweit 50 Buchhandlungen unterschiedlicher Umsatzklassen befragt. Erhebungszeitraum für die aktuellen Zahlen war der 04.12. bis 09.12.2017 (KW 49) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Alles gut? Keineswegs. Gegen sämtliche Erwartungen, die durch die Umfragen geweckt wurden, sieht die Bilanz am Ende im Vergleich dazu eher nüchtern aus: laut Börsenblatt des Deutschen Buchhandels vom 28.12.2017 ein Rückgang von 0,3% im Vergleich zum Vorjahr.

– mvb, Börsenblatt, read MaryRead –
© read MaryRead 2017

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