Seminar: Kein Buch mit sieben Siegeln

Lesekompetenz, Stadtbibliothek Kreuztal, Arbeitskreis für Jugendliteratur, Gustav Stresemann Institut, Niedersachsen,

Lesen können – Literatur verstehen – mit aktuellen Büchern arbeiten

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. lädt vom 24. bis 26. November 2017 zum Seminar in das Gustav Stresemann Institut in Bad Bevensen (Niedersachsen) ein. Thema: „Lesen können – Literatur verstehen – mit aktuellen Büchern arbeiten“.

Fragestellungen des Seminars „Kein Buch mit sieben Siegeln“:
– Wie können nichtlesende Kinder und Jugendliche für das Lesen gewonnen werden?
– Wie können junge Leser sich die Welt der Literatur erobern und sie in ihrer Vielfalt, in ihrer Mehrdeutigkeit und in ihrer ästhetischen Gestaltung erleben?

Das Seminar richtet sich an Pädagogen, Bibliothekare, Buchhändler, Journalisten, Verlagsmitarbeiter und weitere Vermittler von Kinder- und Jugendliteratur. Ziel ist es, den Teilnehmern neue Inspirationen für ihr Engagement in der Leseförderung und Literaturvermittlung mit auf den Weg zu geben.“

Programm

Freitag, 24. November 2017

Begrüßung und Einführung: Dr. Susanne Helene Becker (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Literaturdidaktikerin und -wissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Zum Verhältnis von Lesefertigkeit und Literaturverständnis: (Nicht) lesen können – Literatur verstehen? 

Zum literarischen Verstehen zeitgenössischer Bilderbücher: Wenn Bild und Text erzählen
mit Prof. Dr. Gabriela Scherer (Professorin für Literaturwissenschaft/-didaktik an der Universität Koblenz-Landau)

Mit Fluchtgeschichten lernen: Zwischen Fakten und Fiktionen
mit Dr. Renata Behrendt (Literaturwissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und des Deutschen als Zweitsprache) 

Literaturbegegnung der etwas anderen Art: Blind Date mit Buch
mit Dr. Alexandra Ritter (Stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Samstag, 25. November 2017

Stand der Dinge: Dr. Susanne Helene Becker (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Literaturdidaktikerin und -wissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Mit unkonventionellen Methoden und außerschulischen Partnern das Lesen fördern: Chaosspiel und Co
mit Anke Märk-Bürmann (Diplom-Bibliothekarin und Gymnasiallehrerin, Mitarbeiterin der Akademie für Leseförderung Niedersachsen)

Zum Nachdenken von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen über Tod und Vergänglichkeit: „Der Besuch vom kleinen Tod“
mit Dr. Marion Ziesmer (Lehrt im Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Freien Universität Berlin, war Lehrerin für Deutsch und Musik)

Arbeitsgruppe 1: Für jedes Kind das passende Buch!
Erstlesebücher als Türöffner für das selbstständige Lesen
Kinder brauchen auf dem oft mühsamen Weg des Lesenlernens passende Angebote, um sich als aktive und erfolgreiche Leser zu erleben – gleichgültig auf welcher Stufe des Schriftspracherwerbs sie sich befinden. Was bei der Buchberatung und -auswahl zu bedenken ist und wie Lesewelten eröffnet sowie basale Lesefertigkeiten entwickelt werden können, wird im Workshop praxisorientiert erarbeitet.
Mit Irene Hoppe (Referentin für die Schulanfangsphase und den Schriftspracherwerb am Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, langjährige Grundschullehrerin und Schulbuchautorin)

Arbeitsgruppe 2: „Und dann gucken wir mal, was wir mit diesem Text anfangen“
Schulisches und außerschulisches Sprechen über Literatur
Wie wird in Familie und Schule über Literatur gesprochen? Und wie konstruieren Kinder und Jugendliche im Gespräch Bedeutung? Im Workshop erkunden die Teilnehmer anhand von Unterrichtsvideos und Gesprächstranskripten Formen des Sprechens über Literatur, erproben diese praktisch und reflektieren ihre Eignung für literaturbezogene Gespräche mit Kindern und Jugendlichen in der schulischen und außerschulischen Leseförderung.
Mit Miriam Harwart (Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch) / Dr. Daniel Scherf
(Beide: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Arbeitsgruppe 3: Literarästhetisch anspruchsvolle Bilderbücher im Angebot?!
Herausforderungen erfahren, um Leseglück zu teilen
Wir nähern uns einer Auswahl ungewöhnlicher Bilderbücher zunächst gemeinsam mittels unterschiedlicher Methoden. Mit Blick auf ihre je spezifischen Adressaten entwickeln die Teilnehmer anschließend eigene Zugänge für dasjenige Buch, das sie besonders anspricht. Am Ende diskutieren wir Erfahrungen und Ergebnisse und nehmen sie als Anregungen für die Praxis mit.
Mit Prof. Dr. Gabriela Scherer (Professorin für Literaturwissenschaft/-didaktik an der Universität Koblenz-Landau)

Lesung: Nadia Budde: „und so weiter und so weiter“
Reihen, Reisen, Reime

Bereits ihr Debüt „Eins Zwei Drei Tier“ wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. (Studierte in Berlin und London Kunst und Grafik.)

Sonntag, 26. November 2017

Didaktische Perspektiven auf alltägliches (schulisches) Handeln: Über Literatur reden
mit Dr. Daniel Scherf (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Literaturpreis, Nominierungen Deutscher Jugendliteraturpreis 2017, Sparte JugendbuchLesung und Gespräch: Que Du Luu: Im Jahr des Affen (vgl. Nominierungen Deutscher Jugendliteraturpreis 2017)
Moderation: Dr. Susanne Helene Becker (Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Literaturdidaktikerin und -wissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Die Teilnahmegebühr beträgt 229 Euro (inkl. Unterbringung im Doppelzimmer und Verpflegung) bzw. 269 Euro (inkl. Unterbringung im Einzelzimmer und Verpflegung).

Anmeldung unter (): Jugendliteratur (Anmerkung: Man muss relativ weit nach unten scrollen, um das Anmeldeformular zu finden).

Die Tagung findet statt im 
Gustav Stresemann Institut in Niedersachsen e.V. 
Europäisches Bildungs- und Tagungshaus Bad Bevensen 
Klosterweg 4 
29549 Bad Bevensen 
Tel. (0 58 21) 9 55-0
Website (): Gustav Stresemann Institut 

– Jeanette Koch –
© read MaryRead 2017

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