Literaturgeschichte: Hörspiel „Lautlos und dennoch eine Stimme sagenhaft“ von Joachim Walther

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li: John William Waterhouse: Undine (1872) / made by © read MaryRead

Uraufführung: 16.01.19891a oder am 29.03.19892aa
Sender: Norddeutscher Rundfunk1b

Umweltschutz sollte kein Mythos sein

Über das Datum der Uraufführung vom Hörspiel „Lautlos und dennoch eine Stimme sagenhaft“ von dem deutschen Schriftsteller Joachim Walther ist man sich uneins, während das „Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Literatur“ den 16. Januar 1989 angibt, nennt die ARD-Hörspieldatenbank das Datum 29. März 1989.
     Der Norddeutsche Rundfunk strahlte das Hörspiel aus, musikalisch untermalt wurde es von Karl-Heinz Waldschütz, Regie führte Ulrike Brinkmann. Insgesamt hat das Hörspiel eine Länge von 53 Minuten.1c

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Geboren wurde Joachim Walther am 06.10.1943 in Chemnitz. Er wurde 1972 in den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen. Ab 1983 etablierte er sich als freier Schriftsteller, wurde unter anderem mit dem Preis des 10. Internationalen Hörspieltreffens im Burgenland (Österreich) im Jahr 1981 ausgezeichnet.2ba 
     Seit jeher setzt er sich für die Freiheit des Menschen ein, mit eingeschlossen der Denkfreiheit sowie für einen würdigen Umgang mit der Natur.2bb

Joachim Walther konnte Januar / März 1989 noch nicht wissen, dass die DDR bald Geschichte sein würde und doch nimmt er in seinem Hörspiel „Lautlos und dennoch eine Stimme sagenhaft“ dies in gewisser Weise schon vorweg. Während des Hörspiels wird die Figur Milena zunehmend zu einer mythischen Gestalt, setzt sie sich zunächst als junge Praktikantin für den Erhalt des Teiches „Jungfernpfuhl“ ein, so wird sie im weiteren Verlauf immer geheimnisvoller, trifft sich in der Nacht mit der Wassernymphe „Minnemil“.2ca

Die Sprecher*innen und ihre Rollen 1d:

Heike Falkenberg (Milena)
Ralf Knicker (Wolf)
Ulrich Pleitgen (Klotz)
Brigitte Röttgers (Engel)
Heinz Schubert (Boskop)
Dietmar Mues (Mann 1 und 2)
Lothar Grützner, Friederike Brüheim (Frau 1 und 2)

In der märchenhaft-realen Fabel richtet Joachim Walther hauptsächlich sein Augenmerk auf den Prozess der kulturgeschichtlichen Verarmung, die einhergeht mit der sichtbaren Naturzerstörung, doch dieser Zusammenhang wird vielfach nicht wahrgenommen.2cb

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Einzelnachweise:

1a, 1b, 1c, 1d: ARD Hörspieldatenbank (): Lautlos und dennoch eine Stimme sagenhaft, zuletzt abgerufen am 28.10.2018 

2 Gesine von Prittwitz: Joachim Walther, Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Literatur, 45. Nlg,
2aa: S. C
2ba, 2bb: S. 1
2ca, 2cb: S. 7


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