Das literarische Jahr 1945

Schriftstellre, Werke, Ereignisse, Thomas Mann, Reden von Thomas Mann, Deutschland, Kriegsende,

Inhaltsverzeichnis:

Allgemeine Literaturhistorie
> Verlage / Wirtschaft
> Erschienene Bücher, Artikel etc.
> Uraufführungen / Premieren

Geboren
> Januar bis März
> April bis Juni
> Juli bis September
> Oktober bis Dezember
> Ohne genaue Datumsangabe

Gestorben
> Januar bis März
> April bis Juni
> Juli bis September
> Oktober bis Dezember
> Ohne genaue Datumsangabe

Einzelnachweise

Allgemeine Literaturhistorie

1. Januar: Thomas Mann spricht über BBC-London „Es gibt keinen Nazi-Sieg.“1a  

11. Januar: Die Rede von Thomas Mann über seine Gründe, weshalb er nicht nach Deutschland zurückkehren könne, die zunächst über BBC gesendet wird, erscheint in der Frankfurter Rundschau.2a

17. Januar: Der französische Schriftsteller Charles Maurras wird wegen seiner Kollaboration mit Nazi-Deutschland mit lebenslangem Gefängnis verurteilt, zugleich wird er aus der Académie française suspendiert.10a

24. Januar: Franz Werfel kann seinen Sciencefictionroman „Stern der Ungeborenen“ abschließen.
Projekt Gutenberg (): Franz Werfel: Stern der Ungeborenen

(1944) – 6. Februar 1945: Der französische Schriftsteller Robert Desnos wird von deutschen Besatzungsmacht inhaftiert und in das KZ Theresienstadt deportiert.

6. April: Der französische Schriftsteller Stéphane Fréderic Hessel kann bei der Verlegung in das KZ Bergen-Belsen fliehen.

11. April: Der französische Schriftsteller Jacques Lusseyran wird von den Amerikanern aus dem KZ Buchenwald befreit.

12. April: Der französische Literaturkritiker und Schriftsteller Émile Henriot wird für die Académie française gewählt und 1946 aufgenommen.10b

16. Februar: Thomas Mann spricht über BBC-London über die Konferenz von Jalta.1b

1. März: Zum ersten Mal erscheint die Zeitschrift „Der Ruf. Zeitung der deutschen Kriegsgefangenen“ in den USA.

9. April: Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Carl Friedrich Georg Spitteler zeigt die schweizerische Landesbibliothek eine Ausstellung in Bern aus dem Bibliotheksbesitz sowie aus dem Nachlass.2ba

24. April: Der Gedenktag an den Schriftsteller Carl Friedrich Georg Spitteler wird von Philipp Etter (Bundesrat und G. Bohnenblust in Liestal (Schweiz) eröffnet. Im gesamten Land finden zahlreiche Feiern statt.2bb 

25. April: Zum neuen Direktor des Wiener Burgtheaters wird der Schauspieler Raoul Aslan ernannt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, einen Ersatz für das zerstörte Haus am Ring zu finden.2bc  

26. April: Der österreichische Verleger Walter Wiedling, Franz Dvorak, der nationalsozialistische Politiker Wilhelm Frick und Heinrich Weißhappel bekommen aus Wien die Aufgabe übertragen, die Berufsvertretung für den Buch-, Kunst- und Musikhandel neu zu ordnen.2bd 

5. Mai: Die Zeitschrift „Die Brücke“ wird im Anzeiger von „Buch-, Kunst- und Musikhandel“ vorgestellt: „Was Österreichs Ziel war in allen Zeiten wahrhaft österreichischer Geschichte, das hat diese Zeitschrift sich als Aufgabe gestellt: Verbindungen zu schaffen, Brücken zu bauen zum Osten und Südosten Europas, vor allem also zu unserem großen Befreier, der Sowjetunion. Mit welchem Ernst und welcher Begeisterung sie an diese Aufgabe herangeht, zeigen die programmatischen Aufsätze und Berichte führender Österreicher und die Übersetzungen wertvollster russischer Literatur im ersten Heft.“ Das Einzelheft kostet 2 Schilling.2ca  

10. Mai: Thomas Mann spricht über BBC-London und schließt damit einen im Oktober 1940 begonnenen Zyklus ab. Die „55 Radiosendungen nach Deutschland“ erscheinen bei Bermann-Fischer (später Umbenennung in S. Fischer Verlag) in Stockholm.2cb Er hält die Rede Nach der Kapitulation. Die Rückkehr Deutschlands zu Menschlichkeit.“1c

14. Mai: Pläne für den Wiederaufbau des Schiller-Theaters in Berlin legen Heinz Tietjen (bis 1945 Generalintendant der preußischen Staatstheater), Paul Wegener (ehemaliger Staatsschauspieler am Schiller-Theater), Ernst Legal (ehemaliger Oberspielleiter am Schiller-Theater), Victor de Kowa (bisher Intendant der Komödie am Kurfürstendamm und ehemaliger Staatsschauspieler) und Gustaf Gründgens dem „ Beauftragten des sowjetischen Militärkommandanten für das Kunstschaffen“ der Sowjetunion vor.2cc

19. Mai: In Wien werden insgesamt 14 Städtische Büchereien wieder eröffnet.2cd  

25. Mai: Der österreichische Schriftsteller Ernst Fischer hielt im Rahmen der Vorlesungseröffnung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Rede „Für Freiheit und Vernunft.“ an der Universität Wien.

26. Mai – 27. Mai: Gemeinsame Tagung der Gesellschaft schweizerischer Dramatiker und der Gesellschaft für schweizerische Theaterfragen findet in Zürich statt.2ce 

29. Mai: Thomas Mann hält in der Washingtoner „Library of Congress“ einen Vortrag über „Deutschland und die Deutschen“. „Teile davon erscheinen am 30.06.1945 unter dem Titel „Vom deutschen Wesen“ in der Münchner Zeitung; der erste vollständige Abdruck erscheint im Oktober 1945 in Heft 1 der Neuen Rundschau. Mann widerspricht in dieser Rede dem Wort von den „zwei Deutschland“, einem guten und einem bösen, es existiere vielmehr nur eines, in dem sich Gutes mit Bösem und Schuld vermischt habe.“2cf  

5. Juni: Der Sendedienst wird von den Alliierten (Frankreich, Großbritannien, USA und Sowjetunion) nach Artikel IX verboten. Schon am 24.11.1944 wurde in den Westzonen das Gesetz erlassen, dass „Drucken, Erzeugen, Veröffentlichen, Vertreiben, Verkaufen und gewerbliche Verleihen“ von Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Plakaten, Schallplatten und Filmen untersagte.2da  

6. Juni: In Berlin wird im Auftrag des Stadtkommandanten eine „Kammer der Kunstschaffenden“ konstituiert. Ihre Aufgabe besteht darin, sich am Wiederaufbau des Kunst- und Theaterlebens der Stadt zu beteiligen. Präsident wird der Schauspieler Paul Wegener; Mitglieder des Präsidialrates sind Michael Bohnen, der Schriftsteller Fritz Erpenbeck, Eduard von Winterstein und Erich Otto, Sekretär wird Wolfgang Harich.2db 

9. Juni: In Luzern (Schweiz) wird die Carl-Spitteler-Gesellschaft gegründet, zum einen, um alle zwei Jahre an den schweizerischen Schriftsteller durch Gedächtnisfeiern an ihn zu erinnern, zum anderen, um die Gesamtausgabe seiner Werke zu fördern.2dc

9. Juni – 10. Juni: In der Generalversammlung des schweizerischen Schriftstellervereins in Luzern diskutiert man über die Finanzierung von Werkjahren schweizerischer Schriftsteller sowie über die Förderung von Gastaufenthalten derjenigen Schriftsteller, die aus den schwer betroffenen Kriegsstaaten stammen.2dd

18. Juni: In Bern (Schweiz) beschließt der Bundesrat die offizielle Aufhebung der Presseüberwachung und der Filmzensur.2de

27. Juni: Der österreichische Schriftsteller Ernst Fischer hielt die Rede „Erziehung zur Demokratie“ vor der steirischen Lehrerschaft.

29. Juni: In Bern (Schweiz) hebt der Bundesrat die Buchzensur offiziell auf.2df

Juni: In Wien wird der „Verband demokratischer Schriftsteller und Journalisten Österreichs“ gegründet. Zum ersten Präsidenten benennt man den Schriftsteller Edwin Rollett.2dg

3. Juli: In Berlin wird der „Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ gegründet. Verantwortliche Mitarbeiter sind u.a. Ricarda Huch, Gerhart Hauptmann, Johannes R. Becher, Bernhard Kellermann. Als wichtigste Aufgabe des Kulturbundes wird in der „Vernichtung der Naziideologie auf allen Lebens- und Wissensgebieten“ gesehen.2ea  

4. Juli: In Bad Homburg vor der Höhe eröffnen die Amerikaner eine erste Bibliothek. Sie soll der deutschen Kultur- und Geisteserneuerung dienen.2eb 

10. Juli: Im Auftrag der amerikanischen Militärregierung werden 4 Millionen Schulbücher in Deutschland gedruckt, da die bisherigen Schulbücher nicht mehr verwendet werden dürfen.2ec  

16. Juli: In Berlin werden in sämtlichen Bezirks-Volksbüchereien Literatur mit nationalsozialistischem Gedankengut sowie jegliche militaristische Literatur entfernt.2ed

1. August: Nach Kriegsende erscheint in Österreich zum ersten Mal wieder das Fachblatt für den Buchhandel.3a  

2. August: Die sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) ergänzt ihren Befehl Nr. 19 „zur Verbesserung der Arbeit der Verlage und Druckereien und der Regelung der Kontrolle ihrer Tätigkeit“. Der Befehl regelt „die Herausgabe von Zeitungen, Büchern, Zeitschriften, Plakaten, verschiedenartigen Flugblättern, Aufrufen und Parteiliteratur nur in solchen Verlagen und Druckereien oder auch Vervielfältigungs-Apparaturen, für die eine spezielle Genehmigung durch die sowjetische Militärverwaltung erteilt“ worden ist.2fa  

4. August: In einem offenem Brief bittet Walter von Molo in der „Hessischen Post“ Thomas Mann, dass dieser aus seinem amerikanischem Exil nach Deutschland zurückkehrt.4a

17. August: In der französischen Zone erscheint das „Badener Tageblatt“, indem u.a. Hermann Hesse Mitarbeiter ist.

25. August: Nach Kriegsende erscheint zum ersten Mal wieder das Leipziger „Börsenblatt“. (später: Börsenblatt des Deutschen Buchhandels) 3b  

August 1945 – August 1946: Die Lizenzvergabe wird in der amerikanischen Zone mit Übersetzungen amerikanischer Autoren verbunden. Die Aufnahme einer solchen Übersetzung garantiert dem deutschen Verleger meist eine Papierzuteilung. Aufgrund dieses ökonomischen Druckmittels sind im Verlauf eines Jahres mehr als die Hälfte der in der amerikanischen Zone erschienen Bücher Übersetzungen von US-Autoren.2fb  

16. September: In Leipzig befiehlt die sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) die Wiedereinrichtung der Deutschen Bücherei und ordnet an, „bis zum 01.10.1945 alle Bücherfonds, welche der Leipziger Bibliothek gehören, aus allen Ausweichstellen zurückzuführen“; „einen leitenden Apparat der Bibliothek zusammenzustellen, welchem die Entfaltung der bibliographischen Auskunftsarbeit obliegt“ und „die erforderliche Renovierung des Bibliotheksgebäudes zu organisieren und diese Arbeit bis zum 25.09.1945 zu vollenden“.2ga  

1. Oktober: Zum ersten Mal erscheint die Literaturzeitschrift „Neue Rundschau“ in Westdeutschland. Die erste Ausgabe enthält u.a. ein Essay von Thomas Mann über „Deutschland und die Deutschen“ sowie einen Akt aus dem von Carl Zuckmayer soeben vollendeten Theaterstück „Des Teufels General“. Das Heft enthält außerdem Beiträge von Heinrich Mann, Hermann Hesse, Alfred Döblin, Arnold Zweig.2ha
1. Oktober: An Bedingungen geknüpft genehmigen die Alliierten in Österreich die Pressefreiheit.2hb

6. Oktober: Das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels erscheint in Westdeutschland nach Kriegsende wieder zum ersten Mal.3c

12. Oktober: In einem „Offenen Brief für Deutschland“ antwortet Thomas Mann im „Augsburger Anzeiger“ auf den Brief von Walter von Molo. Unter dem Titel „Warum ich nicht nach Deutschland zurückgehe“ lehnt Thomas Mann die Rückkehr ab. Anschließend wird im Literaturbetrieb und darüber hinaus über Exilanten und innere Emigration kontrovers diskutiert.2hc

18. Oktober: Leon Epp eröffnet in der Johannesgasse (Wien) das Theater „Die Insel in der Komödie“ mit „Onkel Wanja“ von Anton Pawlowitsch Tschechow mit den jungen Schauspielern Josef Meinrad und Eva Zilcher.2hd  

20. Oktober: In Marburg findet die erste freie Pressekonferenz mit deutschen Verlegern und Schriftstellern statt, die einen Verband für die lizenzierten Verleger und Schriftsteller gegründet haben.2he

25. Oktober: In einem offenem Brief vertritt die norwegische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Sigrid Undset die Ansicht, dass am Nationalsozialismus alle Deutschen Schuld seien.2hf 

27. Oktober: Im Kunstmuseum Bern (Schweiz) wird die Ausstellung „Meisterwerke französischer Schriftkunst der letzten 50 Jahre“ gezeigt.2hg

4. November: Karl Jaspers antwortet in einem offenen Brief in der „Neuen Zeitung“ der norwegischen Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Sigrid Undset.2ia (vgl. 25.10.1945)

9. November: Der Schutzverband Deutscher Autoren (SDA) wird unter dem Vorsitz von Rudolf Pechel, Erwin Redslob, Roland Schacht und Günther Weisenborn und den Beiratsmitgliedern u.a. Johannes R. Becher, Günther Birkenfeld und Walther Karsch im Rahmen der Kammer der Kulturschaffenden in Berlin gegründet.2ib  

10. November: Beim Verlag Lambert Schneider in Heidelberg wird die erste Monatsschrift „Die Wandlung“ in Stuttgart von Dolf Sternberger unter Mitarbeit von Karl Jaspers, Werner Krauss und Alfred Weber herausgegeben.2ic
10. November: Alfred Döblin kehrt als französischer Kulturoffizier wieder nach Deutschland (Baden-Baden) zurück. Er arbeitet im Dienst der „Direction de l’Education Publique“. Seine Aufgabe besteht in der Zensur der zum Druck vorgelegten Manuskripte.2id  

17. November: Der Kulturbund zur demokratischen Erneuerung wünscht sich eine Rückkehr der Exilanten und schreibt in der Berliner Zeitung u.a.: „Ihr sollt wissen, daß Euch die Heimat nicht vergessen hat und daß wir auf Euch warten, indem wir durch Schaffung eines freiheitlichen Deutschlands den Tag Eurer Heimkehr vorbereiten (…) Laßt Euch sagen, daß Deutschland Euer bedarf (…) Über Trümmern und Ruinen weht ein neuer Geist, und dieses unser werdendes neues Deutschland ruft Euch!“2ie 

November: Erich Honecker gründet in Berlin die Zeitschrift „Neues Leben. Zeitschrift der freien deutschen Jugend“, dass mit der späteren Jugendzeitschrift „Für junge Leute – Pinguin“ mit dem Herausgeber Erich Kästner konkurrieren wird.2if 
November: Die Deutsche Bücherei wird wiedereröffnet. Mit der Teilung Deutschlands in den vier Besatzungszonen verliert die Deutsche Bücherei ihre Position als einzige zentrale Archivbibliothek. In den Westzonen Deutschlands konzentrieren sich die Bemühungen um den Wiederaufbau buchhändlerischer und bibliothekarischer Institutionen besonders auf Frankfurt am Main, in Ostdeutschland auf Leipzig.2ig 

2. Dezember: Die schweizerische Landesbibliothek feiert in Bern (Schweiz) ihr 50-jähriges Bestehen und gründet die „Gesellschaft der Freunde der schweizerischen Landesbibliothek“.2ja

18. Dezember: Die schweizerische Volksbibliothek in Solothurn (Schweiz) feiert ihr 25-jähriges Bestehen.2jb 

24. Dezember: In Berlin erscheint die erste satirische Zeitschrift „Ulenspiegel. Literatur-Kunst-Satire“ im Uhlenspiegel-Verlag in Berlin-Dahlem mit den Herausgebern Herbert Sandberg und Günther Weisenborn.2jc
24. Dezember: In Freiburg / Breisgau erscheint zum ersten Mal in der französischen Zone die Zeitschrift „Die Gegenwart“ mit den Herausgebern Ernst Benkardt, Bernhard Guttmann, Robert Haerdter, Albert Boeser und Benno Reifenberg.2jd 

30. Dezember: Thomas Mann begründet über BBC ein weiteres Mal, weshalb er nicht nach Deutschland zurückkehren wird. Die Rede wird am 11.01.1946 in der „Frankfurter Rundschau“ abgedruckt.2je

Dezember: In einem Artikel in der „Münchner Zeitung“ lehnt der Schriftsteller Frank Theodor Thiess über „Innere Emigration“ den Kollektivschuldvorwurf von Thomas Mann ab.2jf
Dezember: Zum 70. Geburtstag von Thomas Mann gibt Gottfried Bermann Fischer in Stockholm eine Sonderausgabe der „Neuen Rundschau“ heraus mit Beiträgen u.a. von Hermann Broch, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger, Heinrich und Klaus Mann, Ludwig Marcuse, Franz Werfel, Carl Zuckmayer und Arnold Zweig.2jg
Dezember: Die Zeitschrift „Aufbau“ wird unter der Leitung Klaus Gysi gegründet.2jh

Dezember: Der Herausgeber René Schickele stellt die Literaturzeitschrift „Europäische Politik“, die in der Schweiz erschien, ein.2ji

Der österreichische Schriftsteller Ernst Fischer bekleidete als Mitglied der KPÖ das Staatsamt Volksaufklärung, Unterricht, Erziehung und Kultusangelegenheiten.

Verfolgungen und Verhaftungen von Journalisten und Schriftsteller

Die deutsche Schriftstellerin Gerty Spies wurde aus dem KZ-Theresienstadt entlassen.

Verlage / Wirtschaft

30. Juli: Im sowjetisch besetzten Teil von Berlin wird der erste Verlag mit der Bezeichnung „Neuer Weg“ gegründet. Aus ihm geht später der Dietz-Verlag hervor.2ka

31. Juli: In Frankfurt am Main, im Kellergeschoss des Haus zwischen Schillerstraße und Großer Eschenheimer Straße überreicht die amerikanische Militärregierung an sieben ausgewählte Journalisten, u.a. an den Journalisten und Schriftsteller Emil Carlebach, die Zulassungsurkunde zur Herausgabe der „Frankfurter Rundschau“, die einen Tag später gekauft werden kann. Somit wird die „Frankfurter Presse“ abgelöst.5

16. August: Der Aufbau-Verlag wird mit sowjetischer Lizenz gegründet.2kb

28. August: In Ostdeutschland wird der Verlag „Das neue Berlin“ gegründet.2kc

10. September: Reclam Verlag bekommt für seine Druckerei nach dem Dritten Reich wieder eine Lizenz.

1. Oktober: Der Henschelverlag in Berlin erhält als Bühnen-, Film- und Kunstverlag seine Lizenz.2kd 

9. Oktober: Der Verlag „Freie Gewerkschaft“ wird in Ostdeutschland gegründet.2ke 

26. Oktober: Die erste Verlagslizenz in der britischen Zone geht an Peter Suhrkamp.2kf 

6. November: In Hamburg erhält Heinz Maria Ledig in der britischen Zone die Lizenz für den Rowohlt-Verlag.2kg

Dezember: Werner Classen gründet in Zürich den gleichnamigen Verlag.2kh 

Erschienene Bücher, Artikel etc.

17. August: „The Animal Farm“ von George Orwell erscheint zum ersten Mal in Großbritannien.

30. August: Der Aufsatz „Die Aufgaben des neuen Theater“ von Günther Weisenborn scheint in der ostdeutschen Zeitung „Tägliche Rundschau“. Darin heißt es u.a.: „Wir wollen keine Festspiele, keinen Bayreuther Kothurn, kein absichtsloses Rokoko, wir ziehen die ‚moralische Anstalt‘ vor, die große Form der Debatte. Unsere Bühne (…) ist ein Kampfinstrument.“2la 

30. September: Im Stuttgarter Verlag Mittelbach erscheint „Zur Genesung des deutschen Wesens“ von dem schweizerischen Theologen und Autor Karl Barth, darin enthalten ist der Vortrag „Die Deutschen und wir“. Kernaussage ist – bei aller Kritik an den Deutschen – die Aufforderung zur Freundschaft mit ihnen.2lb  

Literaturpreise und Auszeichnungen

Der französische Literaturpreis Prix des Critiques wird zum ersten Mal vergeben.

Uraufführungen / Premieren

1. Mai: Das Wiener Burgtheater wird mit dem Theaterstück „Hofrat Geiger“ von Erwin Strahl mit Musik von Hans Lang wieder eröffnet.2ma 

19. Mai: Das Wiener Akademietheater wird mit dem Theaterstück „Hedda Gabler“ von dem norwegischen Dramatiker Henrik Ibsen nach einer Inszenierung aus dem Jahr 1941 wieder eröffnet.2mb
Projekt Gutenberg (): Henrik Ibsen: Hedda Gabler

24. Mai: Die Burgtheater-Premiere „Die beiden Klingsberg“ von dem deutschen Dramatiker August von Kotzebue wird im Wiener Ronacher nach einer Inszenierung aus dem Jahr 1941 aufgeführt.2mc 

27. Mai: Nach Erteilung der Spielerlaubnis feiert das Renaissance-Theater in Berlin mit dem Stück „Der Raub der Sabinerinnen“ von dem deutschen Dramatiker Paul von Schönthan unter der Regie von Ernst Legal Premiere.2md

31. Mai: In Wien werden zum ersten Mal die Theaterstücke „Frühere Verhältnisse“ von dem österreichischen Dramatiker Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy und „Die Zeit und die Conways“ von dem englischen Schriftsteller John Boynton Priestley aufgeführt.2me 
Projekt Gutenberg (): Johann Nestroy: Frühere Verhältnisse

14. Juni: Am Volkstheater in Rostock wird das Theaterstück „Caféhaus Payer“ von Hedda Zinner, die das Stück 1939 in Moskau verfasste, uraufgeführt. Hierbei handelt es sich um das erste aufgeführte Stück, das in der Emigration entstanden ist.2mf  

26. Juni: In Berlin am Deutschen Theater wird das Lustpiel „Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen“ (franz.: Médiocre et rampant) von dem französischen Dramatiker Louis-Benoît Picard in der Übersetzung bzw. Bearbeitung von Friedrich Schiller nach einer Inszenierung von Karl Heinz Stroux als erste Nachkriegspremiere aufgeführt. Nach der Aufführung verbietet die sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) das Stück mit der Begründung, dass „ die kriechende Mittelmäßigkeit kommt weiter als das geflügelte Talent; der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne“.2mg 
Projekt Gutenberg (): Louis Benoit Picard: Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen, übersetzt von Friedrich Schiller

7. Juli: Im Renaissance-Theater Berlin werden die beiden Stücke „Der grüne Kakadu“ von Arthur Schnitzler und „Der Kammersänger“ von Frank Wedekind unter der Regie von Karl-Heinz Martin aufgeführt.2mh
Projekt Gutenberg (): Arthur Schnitzler: Der grüne Kakadu
Projekt Gutenberg (): Frank Wedekind: Der Kammersänger

10. Juli: Das Interims-Theater wird nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Theaterstück „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing in der früheren Turnhalle Glacisstraße wieder eröffnet.2mi
Projekt Gutenberg (): Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise

3. August: Unter dem Intendanten Rudolf Platte wird im Berliner Theater am Schiffbauerdamm das Stück „Die spanische Fliege“ von Franz Arnold und Ernst Bach wieder aufgenommen.2mj

15. August: Das Ost-Berliner Hebbel-Theater wird unter dem Regisseur Karl Heinz Martin die „Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht wieder eröffnet.2mk
15. August: Das Programm „Der erste Schritt“ vom literarischen Kabarett „Die Schaubude“ wird in München uraufgeführt.2ml

17. August: Das Hörspiel „Hinüber, herüber“ nach dem gleichnamigen Drama von Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy wird bei ORF-ST uraufgeführt.6a

3. September: Das Hörspiel „Der Hauptmann von Köpenick“ nach dem gleichnamigen Theaterstück von Carl Zuckmayer wird bei NWDR uraufgeführt.6b 

7. September: Das Deutsche Theater in Berlin wird mit dem Stück „Nathan der Weise” von Gotthold Ephraim Lessing wiedereröffnet.2mm
Projekt Gutenberg (): Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise

8. September: Das Hörspiel „Haben“ von Guyla Julius Hay wird bei ORF-W uraufgeführt.6c 

18. September: Am Deutschen Theater in Berlin wird das Stück „Gerichtstag“ von dem deutschsprachigen ungarischen Dramatiker Guyla Julius Hay unter dem dem Intendanten Gustav von Wangenheim uraufgeführt.2mn

25. September: Von dem französischen Schriftsteller Albert Camus wurde das Theaterstück „Caligula“ (deutsch: Caligula) unter der Regie von Paul Oettly im Pariser „Théâtre-Hébertot“ uraufgeführt.

28. September: Das Hörspiel „Eine Wohnung zu vermieten“ nach der gleichnamigen Komödie von Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy wird bei ORF-ST uraufgeführt.6d 

30. September: Das Hörspiel „Tor und Tod“ von Hugo von Hofmannsthalbe im Bayerischen Rundfunk uraufgeführt.6e 

6. Oktober: Der „Urfaust“ von Johann Wolfgang von Goethe wird mit Joana Maria Gorvin als Gretchen und Otto Eduard Hasse als Mephisto im Berliner Jürgen-Fehling-Theater in Lichterfelde aufgeführt.2mo 

14. Oktober: Das Hörspiel „Das Jubiläum“ von Anton Pawlowitsch Tschechow wird beim Hessischen Rundfunk uraufgeführt.6f

17. Oktober: Das Hörspiel „Die umgekehrte Freit“ von Ludwig Anzengruber wird beim ORF-W uraufgeführt.6g 

20. Oktober: Trotz der Tatsache, dass alle Theater zerstört sind, gibt die Spielgemeinschaft des Sächsischen Staatstheaters Dresden für die neue Theatersaison bekannt, dass u.a. „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing und „Der Hauptmann von Köpenick“ von Carl Zuckmayer sowie „Gerichtstag“ von Guyla Julius Hay und „Stalingrad“ von Theodor Plivier.2mp
Projekt Gutenberg (): Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise
Deutscher Theaterverlag (): Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick

22. Oktober: Das Hörspiel „Unsere kleine Stadt“ (Originaltitel: Our Town)“ von dem amerikanischen Schriftsteller Thornton Niver Wilder unter der Regie von Helmut Käutner wird uraufgeführt.6h 

27. Oktober: Das Drama „Aberglauben“ von Albert Jakob Welti wird von dem Kollektiv Auslandsschweizer-Bühnenkünstler in Schaffhausen (Schweiz) uraufgeführt.2mq

4. November: Das Hörspiel „Er ist an allem Schuld“ von dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi wird beim Hessischen Rundfunk uraufgeführt.6i

6. November: In Berlin wird nach mehr als zehn Jahren das erste moderne amerikanische Drama „Thunder Rock“ von Robert Audrey aufgeführt.2mr 

17. November: In Leipzig führt das literarisch-politische Kabarett „Die Rampe“ ihr Programm „Bitte recht freundlich“ zum ersten Mal auf.2ms 

18. November: Das Hörspiel „Die schwarze Dame der Sonette“ von dem irisch-britischen Schriftsteller George Bernard Shaw wird beim Hessischen Rundfunk uraufgeführt.

20. November: Das Hörspiel „Zwei lustige Schwänke (Titel unbekannt)“ von dem österreichischen Schriftsteller Karl Schönherr wird beim Rot-Weiß-Rot-Sender uraufgeführt.

28. November: Das Hörspiel „Wetterleuchten“ (Originaltitel: Oväder) von dem schwedischen Schriftsteller Johan August Strindberg wird bei ORF-W uraufgeführt.

2. Dezember: Das Hörspiel „Rechtsfindung 1934“ von Bertolt Brecht wird unter der Regie von Just Scheu beim Hessischen Rundfunk uraufgeführt.

5. Dezember: Das Hörspiel „Ein Bruderzwist in Habsburg“ von Franz Grillparzer wird bei ORF-W uraufgeführt.
5. Dezember: Das Hörspiel „Simons Papa“ von dem französischen Schriftsteller Guy de Maupassant wird unter der Regie von Cläre Schimmel beim Norddeutschen Rundfunk uraufgeführt.

12. Dezember: Das Hörspiel „Der Apfelbaum“ von dem englischen Schriftsteller John Galsworthy wird unter der Regie von Alfred Fohrer beim Süddeutschen Rundfunk uraufgeführt.
12. Dezember: Das Hörspiel „Der Impresario von Smyrna“ von dem italienischen Dichter Carlo Goldoni wird beim ORF-W uraufgeführt.

19. Dezember: Das Hörspiel „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ von dem schweizerischen Schriftsteller Gottfried Keller wird unter der Regie von Cläre Schimmel beim Süddeutschen Rundfunk uraufgeführt.

24. Dezember: Das Hörspiel „Krippenspiel für Kinder“ von Luise Rinser wird beim Bayerischen Rundfunk uraufgeführt.

25. Dezember: Das Hörspiel „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer unter Bearbeitung von Heinz Thiele wird beim Bayerischen Rundfunk uraufgeführt.6j  

26. Dezember: In Salzburg wird das Fragment „Eduard und die Mädchen“ von Hugo von Hofmannsthal im Sender Rot-Weiß-Rot uraufgeführt.2mt
26. Dezember: Das Hörspiel „Das Mädchen vom Moorhof“ von der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf wird unter der Regie von Cläre Schimmel beim Süddeutschen Rundfunk uraufgeführt.6k
26. Dezember: Das Hörspiel „Wovon die Menschen leben“ von dem russischen Schriftsteller Leo Tolstoi wird uraufgeführt.6l  

29. Dezember: In Hamburg eröffnet das literarische Kabarett „Bonbonniere“ mit ihrem Programm „Das ganze Leben ist ein Karussell“.2mu

Dezember: In St. Gallen (Schweiz) wird das Stück „Erziehung zum Menschen“ von Werner Johannes Guggenheim uraufgeführt.2mv

Ohne genaue Datumsangabe:

– Das Hörspiel „Goethe“ von Alfred Polgar wird unter der Regie von Ernst Schönwiese beim Rot-Weiß-Rot Sender uraufgeführt.6m

Geboren

Januar bis März:

01.01.: Rüdiger Safranski, deutscher Literaturkritiker und Autor

05.01.: Şinasi Dikmen, deutscher Schriftsteller türkischer Herkunft 7a  

06.01.: Anatol Regnier, deutscher Schriftsteller

13.01.: Eileen Joyce Rutter, amerikanische Bibliothekarin und Schriftstellerin

17.01.: Ib Michael, dänischer Schriftsteller
17.01.: Javed Akhtar, indischer Dichter

27.01.: Adam Krzemiński, polnischer Autor

31.01.: Matthias Beltz, deutscher Autor

04.02.: Marjeena Lembcke, deutsche Schriftstellerin, finnischer Herkunft

07.02.: Fredric Joseph Kroll, amerikanischer Schriftsteller 8

19.02.: Thomas Brasch, deutscher Lyriker, Dramatiker und Schriftsteller 7b 

20.02.: Jürg Acklin, schweizerischer Schriftsteller

21.02.: David Ambrose, englischer Schriftsteller

23.02.: Robert Gray, australischer Dichter

12.03.: Leif GW Persson, schwedischer Schriftsteller

14.03.: Hermannus „Herman“ Jantinus van Veen, niederländischer Dichter und Schriftsteller

18.03.: Susie Morgenstern, französische Schriftstellerin amerikanischer Herkunft

27.03.: Harry Rowohlt, deutscher Schriftsteller

28.03.: Tilman Röhrig, deutscher Schriftsteller 7c  

 

April bis Juni:

12.04.: Kiyoko Murata, japanische Schriftstellerin

27.04.: Roberto Bonadimani, italienischer Comiczeichner und -autor

09.05.: Gamal al-Ghitani, ägyptischer Schriftsteller
09.05.: Ken(neth) Dyba, kanadischer Schriftsteller

12.05.: Diana Raznovich, argentinische Schriftstellerin
12.05.: Gayla Reid, kanadische Schriftstellerin

16.05.: Axel Kutsch, deutscher Herausgeber und Schriftsteller

17.05.: Daniel Odier, schweizerischer Schriftsteller

28.05.: Leo Pleysier, belgischer niederländischsprachiger Schriftsteller

31.05.: Rainer Werner Fassbinder, deutscher Dramatiker 7j 

01.06.: Eike Geisel, deutscher Schriftsteller

04.06.: Ralf Thenior, deutscher Schriftsteller 7d  

08.06.: Kurt Steinmann, schweizerischer Philologe

11.06.: Diana Kempff, deutsche Schriftstellerin 7e 

20.06.: Jean-Claude Izzo, französischer Schriftsteller

21.06.: Adam Zagajewski, polnischer Lyriker und Schriftsteller

26.06.: Ondřej Neff, tschechischer Herausgeber und Schriftsteller
26.06.: Joseph Graf von Westphalen, deutscher Schriftsteller 7f   

 

Juli bis September:

01.07.: Chōkitsu Kurumatani, japanischer Schriftsteller

05.07.: François Bourgeon, französischer Comicautor

07.07.: Natsuki Ikezawa, japanischer Übersetzer (griechisch) und Schriftsteller

09.07.: Bernd Cailloux, deutscher Schriftsteller 7g  
09.07.: Dean Ray Koontz, amerikanischer Schriftsteller

19.07.: Barbara Alms, deutsche Germanistin und Philosophin

30.07.: Patrick Modiano, französischer Schriftsteller

01.08.: Anne Liger-Belair, belgische Schriftstellerin

14.08.: Steve Martin, amerikanischer Schriftsteller

30.08.: Libuše Moníková, tschechische deutschsprachige Schriftstellerin

12.09.: Christian Prigent, französischer Literaturkritiker, Dichter und Schriftsteller

19.09.: René Appel, niederländischer Schriftsteller

 

Oktober bis Dezember:

03.10.: Klaus Merz, schweizerischer Schriftsteller 7h  

06.10.: Thomas Schmid, deutscher Autor

15.10.: Klaus Woltron, österreichischer Autor

23.10.: Rodja Weigand, deutscher Herausgeber (Landsberger Lesebuch) und Dichter

31.10.: Gustavo Álvarez Gardeazábal, kolumbianischer Literaturkritiker und Schriftsteller

01.11.: Reinhard Wittmann, deutscher Literaturwissenschaftler und Autor

12.11.: François Conod, schweizerischer Übersetzer (französisch) und Schriftsteller

20.11.: Rachid Mimouni, französischsprachiger algerischer Schriftsteller

24.11.: Nuruddin Farah, somalischer Schriftsteller

08.12.: John Banville, irischer Literaturkritiker und Schriftsteller

20.12.: Jürg Laederach, schweizerischer Schriftsteller und Übersetzer (englisch, französisch)7i  

28.12.: David Allen, amerikanischer Schriftsteller

 

Ohne genaue Datumsangabe:

Metin Arditi, schweizerischer Schriftsteller

Meshack Asare, ghanaischer Schriftsteller

– Raquel Chalfi, israelische Dichterin

– Rada Ivekovic, kroatische Schriftstellerin

– Philippe Muray, französischer Schriftsteller

Rosemary Neering, kanadische Schriftstellerin

Mary Novik, kanadische Schriftstellerin

Regina Pantos, deutsche Literaturwissenschaftlerin

Siegfried Suckut, deutscher Historiker und Autor

Gestorben

Januar bis März:

01.01.: Fritz Brupbacher, schweizerischer Schriftsteller, starb im Alter von 70 Jahren

04.01.: Adolf Holst, deutscher Kinder- und Jugendbuchautor, starb im Alter von 77 Jahren

10.01.: Rudolf Borchardt, deutscher Lyriker und Schriftsteller,9a starb im Alter von 67 Jahren

13.01.: Margaret Deland, kanadische Schriftstellerin, starb im Alter von 87 Jahren
13.01.: Max Jungnickel, deutscher Schriftsteller, starb im Alter von 54 Jahren
13.01.: Alfred Kase, deutscher Dichter, starb im Alter von 67 Jahren

17.01.: Edouard Bourdet, französischer Dramatiker, starb im Alter von 57 Jahren

18.01.: Marie Andrae, deutsche Schriftstellerin, starb im Alter von 90 Jahren

20.01.: Gustaf Daniel Ullman, schwedischer Dichter und Schriftsteller,9b starb im Alter von 63 Jahren

21.01.: Karel Poláček, tschechischer Schriftsteller, wurde im Alter von 52 Jahren ermordet

22.01.: Else Lasker-Schüler, deutsche Dichterin,9c starb im Alter von 75 Jahren
22.01.: Jan Skala, sorbischer Schriftsteller, wurde im Alter von 55 Jahren ermordet
22.01.: Alfred Wolfenstein, deutscher Lyriker und Übersetzer (englisch und französisch),9d  starb im Alter von 66 Jahren

25.01.: Georges Fourest, französischer Dichter und Schriftsteller, starb im Alter von 80 Jahren

27.01.: Antal Szerb, ungarischer Schriftsteller, wurde im Alter von 43 Jahren ermordet

31.01.: Károly Pap, ungarischer Schriftsteller, wurde im Alter von 47 Jahren ermordet

06.02.: Robert Brasillach, französischer Schriftsteller, wurde im Alter von 35 Jahren hingerichtet

21.02.: Leonhard Adelt, deutscher Buchhändler und Schriftsteller, starb im Alter von 63 Jahren

25.01.: Georges Fourest, französischer Dichter und Schriftsteller, starb im Alter von 80 Jahren

22.02.: Ossip Maximowitsch Brik, russischer Schriftsteller, starb im Alter von 57 Jahren

23.02.: Alexei Nikolajewitsch Tolstoi, russischer Schriftsteller,9e starb im Alter von 82 Jahren

25.02.: Mário Raul de Morais Andrade, brasilianischer Dichter, starb im Alter von 51 Jahren
25.02.: Paul Merker, deutscher Literaturhistoriker, starb im Alter von 63 Jahren

26.02.: Max Geißler, deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, starb im Alter von 76 Jahren

02.03.: Emily Carr, kanadische Schriftstellerin, starb im Alter von 73 Jahren

07.03.: Adolf Bartels, deutscher Literaturhistoriker und Schriftsteller, starb im Alter von 82 Jahren

16.03.: Pierre Eugène Drieu la Rochelle, französischer Schriftsteller
16.03.: Börries Albrecht Conon August Heinrich Freiherr von Münchhausen, deutscher Lyriker und Schriftsteller,9f starb im Alter von 70 Jahren

20.03.: Jaroslav Kratochvíl, tschechischer Schriftsteller, wurde im Alter von 60 Jahren ermordet

27.03.: Halid Ziya Uşaklıgil, türkischer Schriftsteller, (wurde 1866 geboren)

30.03.: Ernst Friedrich Wilhelm Mader, deutscher Schriftsteller, starb im Alter von 78 Jahren

 

April bis Juni:

04.04.: Anton Schott, österreichischer Schriftsteller, starb im Alter von 79 Jahren

07.04.: Elizabeth Charlotte Lucy Asquith, britische Schriftstellerin, starb im Alter von 48 Jahren

08.04.: Josef Weinheber, österreichischer Lyriker und Schriftsteller,9g starb im Alter von 53 Jahren

09.04.: Dietrich Bonhoeffer, deutscher Autor und Theologe, wurde im Alter von 39 Jahren ermordet
09.04.: Theodor Haecker, deutscher Übersetzer und Schriftsteller, starb im Alter von 65 Jahren

11.04.: Gustav Frenssen, deutscher Schriftsteller,9h starb im Alter von 81 Jahren

23.04.: Albrecht Haushofer, deutscher Schriftsteller,9i wurde im Alter von 42 Jahren ermordet

28.04.: Gustav Abb, deutscher Bibliothekar, starb im Alter von 59 Jahren

02.05.: Moritz Christian Friedrich Lampe, deutscher Bibliothekar und Schriftsteller,9j wurde im Alter von 45 Jahren ermordet

09.05.: Fritz Fink, deutscher Buchhändler und Schriftsteller, starb im Alter von 51 Jahren

11.05.: William Hubertus von Simpson d. J., deutscher Schriftsteller, starb im Alter von 64 Jahren

12.05.: Achmed Abdullah, amerikanischer Schriftsteller, wurde vermutlich 1881 geboren

15.05.: Carl Gottlob Friedrich Küchler, deutscher Reiseschriftsteller, starb im Alter von 76 Jahren

25.05.: Demjan Bedny, russischer Dichter, starb im Alter von 62 Jahren
25.05.: Otto Abeles, österreichischer Schriftsteller, starb im Alter von 66 Jahren

04.06.: Oliver Elton, englischer Literaturwissenschaftler, starb im Alter von 84 Jahren
04.06.: Georg Kaiser, deutscher Dramatiker,9k starb im Alter von 66 Jahren

08.06.: Robert Desnos, französischer Schriftsteller, starb im Alter von 44 Jahren

20.06.: Robert Offley Ashburton Crewe-Milnes, britischer Schriftsteller, starb im Alter von 87 Jahren
20.06.: Maria Hedwig Luitgardis Straub, deutsche Schriftstellerin, starb im Alter von 73 Jahren

21.06.: Josef Hora, tschechischer Literaturkritiker und Dichter,9l starb im Alter von 53 Jahren

 

Juli bis September:

13.07.: Emmanuel Bove, französischer Schriftsteller, starb im Alter von 47 Jahren

20.07.: Ambroise Paul Toussaint Jules Valéry, französischer Lyriker und Philosoph,9m starb im Alter von 73 Jahren

28.07.: Margot Asquith, britische Schriftstellerin, starb im Alter von 81 Jahren

17.08.: Shimaki Kensaku, japanischer Schriftsteller, starb im Alter von 41 Jahren

20.08.: Alexander Friedrich Ladislaus Roda-Roda, österreichischer Schriftsteller,9n starb im Alter von 73 Jahren

26.08.: Franz Werfel, österreichischer Schriftsteller,9o starb im Alter von 54 Jahren

03.09.: Rudolf Blümner, deutscher Lyriker und Essayist, starb im Alter von 72 Jahren

09.09.: Sinaida Nikolajewna Gippius, russische Schriftstellerin,9p starb im Alter von 75 Jahren

10.09.: Hugo Steiner-Prag, deutscher Buchillustrator, starb im Alter von 65 Jahren

15.09.: Siegmar Baron von Gallera, deutscher Schriftsteller, starb im Alter von 80 Jahren

20.09.: William Buehler Seabrook, amerikanischer Schriftsteller, beging mit 61 Jahren Suizid

21.09.: Aleksander Antson, estnischer Schriftsteller, starb im Alter von 46 Jahren

22.09.: Heinrich Wolfgang Seidel, deutscher Schriftsteller,9q starb im Alter von 69 Jahren

25.09.: Rudolf Krauß, deutscher Literaturwissenschaftler, starb im Alter von 84 Jahren

26.09.: Richard Beer-Hofmann, österreichischer Lyriker, Dramatiker und Schriftsteller, starb im Alter von 79 Jahren

 

Oktober bis Dezember:

08.10.: Felix Salten, österreich-ungarischer Schriftsteller,9r starb im Alter von 76 Jahren

09.10.: Susukida Kyūkin, japanischer Lyriker und Schriftsteller, starb im Alter von 68 Jahren

15.10.: Kinoshita Mokutarō, japanischer Dichter und Schriftsteller, starb im Alter von 60 Jahren

18.10.: Hayama Yoshiki, japanischer Schriftsteller, starb im Alter von 51 Jahren

29.10.: Dr. Owlglass, deutscher Lyriker und Schriftsteller, starb im Alter von 72 Jahren

04.11.: Paul Grabein, deutscher Schriftsteller, starb im Alter von 76 Jahren

06.12.: Fritz Adam, deutscher Dichter, starb im Alter von 39 Jahren

09.12.: Hans Dominik, deutscher Science-Fiction und Sachbuchautor,9s starb im Alter von 73 Jahren

10.12.: August Vermeylen, flämischer niederländischsprachiger Schriftsteller,9t starb im Alter von 72 Jahren

14.12.: Wolfgang Golther, deutscher Literaturwissenschaftler und Germanist, starb im Alter von 82 Jahren

27.12.: Janko Jesenský, slowakischer Schriftsteller, starb im Alter von 70 Jahren

28.12.: Theodore Herman Albert Dreiser, amerikanischer Schriftsteller, starb im Alter von 74 Jahren

29.12.: Montague Jacobs, deutscher Schriftsteller englischer Herkunft

 

Gestorben ohne genaue Datumsangabe:

März / April: Anne Frank, deutsch-niederländische Autorin, wurde im Alter von 15 Jahren ermordet


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► Ankerlichtung

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Einzelnachweise:

1a, 1b, 1c (): Vgl. DDR-Hörspiele, zuletzt besucht am 27.06.2017 

2a, 2ba, 2bb, 2bc, 2bd, 2ca, 2cb, 2cc, 2cd, 2ce, 2cf, 2da, 2db, 2dc, 2dd, 2de, 2df, 2dg, 2ea, 2eb, 2ec, 2ed, 2fa, 2fb, 2ga, 2ha, 2hb, 2hc, 2hd, 2he, 2hf, 2hg, 2ia, 2ib, 2ic, 2id, 2ie, 2if, 2ig, 2ja, 2jb, 2jc, 2jd, 2je, 2jf, 2jg, 2jh, 2ji, 2ka, 2kb, 2kc, 2kd, 2ke, 2kf, 2kg, 2kh, 2la, 2lb, 2ma, 2mb, 2mc, 2md, 2me, 2mf, 2mg, 2mh, 2mi, 2mj, 2mk, 2ml, 2mm, 2mn, 2mo, 2mp, 2mq, 2mr, 2ms, 2mt, 2mu, 2mv (): Vgl. Literarisches Leben, Universität Göttingen, zuletzt besucht am 27.06.2017  

3a, 3b, 3c (): Vgl. Murry G. Hall: Entnazifizierung im Buchhandel und Verlagen, zuletzt besucht am 27.06.2017 

4a (): Vgl. Marcus Hajdu: Die „große Kontroverse“ um Thomas Mann (Dissertation), Justus-Liebig-Universität Gießen 2002, S. 15, zuletzt besucht am 27.06.2017  

5 (): Vgl. Roderich Reifenrath: Unabhängigkeit fängt im Kopf an, Frankfurter Rundschau 29.06.2010, zuletzt besucht am 27.06.2017  

6a, 6b, 6c, 6d, 6e, 6f, 6g, 6h, 6i,
vom 18. November bis 25. Dezember: 6j,
6k, 6l, 6m
(): Hörspieldatenbank , zuletzt besucht am 27.06.2017 

7 Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
7a: Lutz Tantow: Şinasi Dikmen, S. 1 / 87. Nlg.
7b: Hanno Beth: Thomas Brasch, S. 1 / 70. Nlg.
7c: Malte Blümke: Tilmann Röhrig, S. 1 / 78. Nlg.
7d: Martin Hielscher: Ralf Thenior, S. 1 / 76. Nlg.
7e: Ralf Georg Czapla: Diana Kempff, S. 1 / 115. Nlg.
7f: Jan Strümpel: Joseph Graf von Westphalen, S. 1 / 48. Nlg.
7g: Wolfgang Reichmann: Bernd Cailloux, S. 1 / 102. Nlg.
7h: Elsbeth Pulver: Klaus Merz, S. 1 / 67. Nlg.
7i: Markus R. Weber: Jürg Laederach, S. 1 / 103. Nlg.
7j: Michael Töteberg: Rainer Werner Fassbinder, S. 1 / 114. Nlg.

8 (): Vgl. Literaturportal Bayern: Fredric Joseph Kroll, zuletzt besucht am 27.06.2017 

9: Vgl. Diether Krywalski: Knaurs Lexikon der Weltliteratur. Autoren – Werke – Sachbegriffe, Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München – Zürich 1979
9a: S. 95 / 9b: S. 758 / 9c: S. 424 / 9d: S. 815 / 9e: S. 744 / 9f: S. 519 / 9g: S. 794 / 9h: S. 216 f. / 9i: S. 297 / 9j: S. 418 / 9k: S. 369 / 9l: S. 329 / 9m: S. 766 / 9n: S. 630 / 9o: S. 798 / 9p: S. 320 / 9q: S. 676 / 9r: S. 652 / 9s: S. 162 / 9t: S. 772

10: Wikipedia
10a (): Wikipedia: Charles Mauras, zuletzt besucht am 09.09.2017
10b (): Wikipedia: Émile Henriot, zuletzt besucht am 09.09.2017


21.
Aug. ´19

13.
Aug.´19

4.
Aug. ´19

Bilderbuch, ab 5 Jahre:
Dave Eggers: Wer hat die Brücke angemalt?

Bilderbuch, ab 5 Jahre:
Iris Anemone Paul: Polka für Igor

deutsche Literaturwissenschaftlerin:
Dossier: Regina Pantos

HTS, Siegerland, Geisweid, Hüttental, Golden Gate Bridge,
Orient, Gitarre, Musik,
Literaturwissenschaftlerin, Till Eulenspiegel, Clown, Nacht der tausend Lichter, Märchen, märchenhaft
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Buchcover, Ehering, Spiegel, read MaryRead, Literaturmagazin online
Sarkophag, rot, Buchcover,
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Autobiografischer Roman
Drama, braun, rot, Häuser, read MaryRead, Literaturmagazin online
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