Literaturgeschichte: Nominierungen für den Nobelpreis für Literatur 1901

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Folgende 25 Personen wurden 1901 für den Literaturnobelpreis nominiert:

Nominierte

Nominiert von

Émile Zola (französischer Schriftsteller) Marcellin Berthelot (französischer Chemiker)
René Vallery-Radot (französischer Schriftsteller) – Eugène Melchoir de Vogüé (französischer Diplomat und Literat)
Sully Prudhomme (französischer Schriftsteller)
Henri Léon Émile Lavedan (französischer Schriftsteller)
– Gabriel Hanotaux (französischer Historiker)
– Albert Sorel (französischer Schriftsteller)
– Albert Vandal (französischer Historiker)
– Gabriel Jean Baptiste Ernest Wilfrid Legouvé (französischer Dramatiker und Schriftsteller)
Edmond Eugène Alexis Rostand (französischer Dramatiker) – Gabriel Hanotaux (französischer Historiker)
Paul Ernest Hervieu (französischer Dramatiker und Schriftsteller)
Julius Gersdorff (deutscher Dichter) Carl Heinrich Döring (deutscher Musikpädagoge)
Alexander Baumgartner, S.J. (schweizerischer Literaturwissenschaftler und Jesuit) Knud Krogh-Tonning (norwegischer Theologe)
Alexandru Dimitrie Xenopol (rumänischer Schriftsteller) J Gavanescu (rumänischer Psychologe)
Oscar le Pin (unklar, wer damit konkret gemeint ist) P Bonnaviat
Paul Sabatier (französischer Theologe und Historiker) Carl Bildt (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
Louis Ducros (unklar, wer damit konkret gemeint ist) Michel Clerc
Sully Prudhomme (französischer Schriftsteller) – Per Adolf Geijer (schwedischer Romanist)
Michel Jules Alfred Bréal (französischer Philologe, Kommandeur der Ehrenlegion)
– Gustave Lanson (französischer Literaturwissenschaftler)
– Henri de Bornier (französischer Dichter und Dramatiker)
Bruno Paulin Gaston Paris (französischer Philologe), hat ihn zweimal nominiert
– Paul Charles Joseph Bourget (französischer Schriftsteller)
– Octave Gréard (französischer Pädagoge und Mitglied der Ehrenlegion)
– André Theuriet (französischer Dichter, Dramatiker und Schriftsteller)
– Gaston Boissier (französischer Philologe)
– Ludovic Halévy (französischer Dramatiker)
– Henry Houssaye (französischer Historiker einschließlich Militärhistoriker)
– François Édouard Joachim Coppée (französischer Dichter, Dramatiker und Schriftsteller)
– José-Maria de Heredia (französischer Schriftsteller)
– François Élie Jules Lemaître (französischer Dramatiker und Schriftsteller)
– Charles de Freycinet (französischer Politiker, war u.a. für das Militär zuständig)
– Paul Deschanel (französischer Politiker)
– Émile Ollivier (französischer Politiker)
– Guillaume (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– Charles Albert Costa de Beauregard (französischer Historiker und Politiker, war Soldat)
– Émile Faguet (französischer Literaturkritiker und Schriftsteller)
Frédéric Mistral (französischer Dichter und Linguist), bekam den Literaturnobelpreis 1904 zuerkannt – Julius Cornu (schweizerischer Romanist)
– Carl Appel (deutscher Romanist)
– André Dumas der Jüngere (französischer Dichter und Schriftsteller)
– Lèon Clédat (französischer Romanist)
– Eduard Koschwitz (deutscher Romanist)
– J Jarnik (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– Adolf Mussafia (österreichischer Romanist)
– Karl Vollmoeller (deutscher Lyriker, Dramatiker und Schriftsteller)
– Alfons Kissner (deutscher Romanist und Anglist)
– Gottfried Baist (deutscher Romanist und Hispanist)
– Karl Voretzsch (deutscher Romanist)
– Matthias Friedwagner (österreichischer Romanist und Rumänist)
– Heinrich Schneegans (deutschfranzösischer Romanist und Schriftsteller)
– Hermann Suchier (deutscher Romanist)
– Fritz Neumann (deutscher Romanist)
– Wilhelm Arnold Cloëtta (schweizerischer Romanist)
– Th. Gartner (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– Alb. Stimming (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– Hugo Ernst Mario Schuchardt (deutsch-österreichischer Romanist)
– Gustav Gröber (deutscher Romanist)
– Carl Eduard Böhmer (deutscher Romanist)
– E Mérimée (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– E Ritter (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
– Léopold Constans (französischer Romanist)
– Paul Meyer (französischer Romanist)
Bruno Paulin Gaston Paris (französischer Philologe) Fredrik Wulff (schwedischer Romanist und Germanist)
Carl Gustaf Estlander (finnischer Romanist und Nordist) Johan Frosterus (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
Henryk Adam Aleksander Pius Sienkiewicz (polnischer Schriftsteller), bekam den Literaturnobelpreis 1905 zuerkannt – Harald Hjärne (schwedischer Historiker)
– Hans Hildebrand (schwedischer Historiker)
– Stanisław Tarnowski (polnischer Literaturkritiker und Literaturhistoriker)
Louis Auguste Sabatier (französischer Theologe (Protestant)) Gabriel Monod (französischer Historiker)
Paul Duproix (französischer Autor) Émile Redard (unklar, wer damit konkret gemeint ist)
Gaspar Núñez de Arce (spanischer Dichter) Mariano Catalina y Cobo (spanischer Dichter, Dramatiker und Schriftsteller)
Charles Borgeaud (schweizerischer Historiker) – Wilhelm Oechsli (schweizerischer Historiker)
– Antoine Guilland (schweizerischer Historiker)
– Paul Seippel (schweizerischer Literaturwissenschaftler)
Charles Renouvier (französischer Philosoph) Antoine Benoist (französischer Maler)
Franz Kemény (ungarischer Pädagoge) Imre Rudolf Pauer (ungarischer Philosoph)
Giacomo Stampa (unklar, wer damit konkret gemeint ist) Hermann Vámbéry (ungarischer Orientalist)
Antonio Fogazzaro (italienischer Schriftsteller) Hans Ludvig Forssell (schwedischer Schriftsteller)
Ossip Davidovitch Lourié (französischrussischer Schriftsteller) Kristian Birch-Reichenwald Aars (norwegischer Philosoph)
João Da Comara (portugiesischer Dramatiker) Joachim Coelho de Carvalho (portugiesischer Schriftsteller)
Malwida von Meysenbug (deutsche Schriftstellerin) Gabriel Monod (französischer Historiker)

Von den 25 nominierten Personen aus sieben Nationen, stammten elf aus Frankreich, zwei aus der Schweiz, einer aus Finnland, einer aus Polen, einer aus Spanien, einer aus Ungarn, einer aus Italien, einer aus Russland (aus dem heutigen Gebiet Weißrussland), einer aus Rumänien, einer aus Portugal und zwei aus Deutschland. Außerdem ist die Herkunft von drei nominierten unklar. Unter den 25 nominierten ist eine Frau. Zudem sind insgesamt (soweit nachvollziehbar) 17 Personen, die im engen und im weiteren Sinn mit der Literatur zu tun hatten.
     Auffällig ist die Anzahl derer, die die beiden französischen Autoren nominierten: Bei Sully Prudhomme sind es 20 Personen und bei Frédéric Mistral sind es 25 Personen. Der erstgenannte bekam den Literaturnobelpreis, der letztgenannte bekam ihn drei Jahre später zuerkannt. Gerade an diesen beiden Autoren wird deutlich, dass schon bei der ersten Vergabe offensichtlich mehr das persönliche Netzwerk eine Rolle spielt als tatsächlich die literarischen Fähigkeiten. Die meisten Personen, die Sully Prudhomme nominierten, gehörten dem Militär im In- und Ausland an, bei Frédéric Mistral gehören etliche dem Kreis der Romanisten an. Wirft man einen Blick in die französische Historie so wird deutlich, dass Frankreich um ihr Ansehen in der Welt rang, die Vergabe des Literaturnobelpreises kam ihnen gerade recht.
    
In der Begründung des Literaturnobelpreiskomitees heißt es:

Sully Prudhomme bekommt den Preis „als Anerkennung seiner ausgezeichneten, auch noch in späteren Jahren an den Tag gelegten Verdienste als Schriftsteller und besonders seiner Dichtungen, die hohen Idealismus, künstlerische Vollendung und eine seltene Vereinigung von Herz und Geist bezeugen“.1

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Nachweise:

Hauptgrundlage: Die Liste der () Nominierten für den Literaturnobelpreis, englisch

1 Wikipedia (): Liste der Nobelpreisträger für Literatur, zuletzt am 20.10.2018 besucht


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