Kurz notiert: Welttag des Theaters

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Guten Morgen,

mit der Ausgabe von „Was bisher geschah und was noch zu erwarten ist“ bringen wir Sie auf den neuesten Stand über den Literaturbetrieb.

Inhaltsverzeichnis:
LITERATURpolitikum: Markus Niesen gründet Hummelburg Verlag
                                    Dr. Johann Kempe wird Chief Technology Officer des Wort & Bild Verlags
                                  
Eskalierende Repression vor der Präsidentenwahl
RETROSPEKTIVE: Internationaler Welttag des Theaters
GEBURTSTAG: Hansjörg Schneider wird heute 80 Jahre alt
GESTORBEN: Philipp Kerr
AUSGEZEICHNET: Die erste Verleihung vom Literaturpreis Bad Schwartau Via Communis
LITERATURVERFILMUNG / KINO: „Peter Hase“ als Animationsfilm


LITERATURpolitikum

Neugründung

Markus Niesen gründet Hummelburg Verlag

2018-03-27, Welttag des Theaters, Hummelburg Verlag

Markus Niesen © privat

Mit dem Hummelburg Verlag startet der erfahrene Programmmacher Markus Niesen als Verleger einen neuen Kinderbuchverlag – ein Imprint des Ravensburger Buchverlags.

Der Schwerpunkt des Autorenverlags wird auf Kinderliteratur für das Lesealter von sechs bis elf Jahren liegen und insbesondere Einzeltitel umfassen. Ab Herbst 2019 sind pro Halbjahr etwa acht Titel geplant, darunter können auch Bilderbücher oder Vorlesetitel sein. Markus Niesen führt den Verlag programmatisch eigenständig, Verlagssitz ist Hamburg.

Gemeinsam mit den Kreativen wird unser kleines, schlagkräftiges Team unterhaltsame und besondere Bücher für Kinder gestalten“, so Markus Niesen. „Vor allem die deutschsprachigen Autoren und Künstler liegen uns am Herzen. Für sie sind wir ein verlässlicher Partner und Förderer.“

Dr. Anuschka Albertz, verlegerische Geschäftsführerin des Ravensburger Buchverlags, ergänzt:

Unser Kinder- und Jugendbuchprogramm entwickelt sich sehr erfolgreich. Die Bücher des Hummelburg Verlags werden dazu eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Markus Niesen.“

Den Vertrieb des Hummelburg Verlagsprogramms übernimmt der Ravensburger Buchverlag, ebenso werden Synergien im Marketing und der Herstellung des Verlags genutzt.
     Markus Niesen war zuletzt Verlagsleiter bei cbj/cbt (Random House) und davor unter anderem vierzehn Jahre Programmgeschäftsführer und Verlagsleiter bei der Verlagsgruppe Oetinger.

– Ravensburger Gruppe, Pressemitteilung –

Wort & Bild Verlag

Dr. Johann Kempe wird Chief Technology Officer des Wort & Bild Verlags

2018-03-27, Welttag des Theaters, Wort und Bild Verlag,

obs/Wort & Bild Verlag / © Heidi Mayer, privat

Baierbrunn (ots) – Dr. Johann Kempe wird ab April 2018 Chief Technology Officer (CTO) des Wort & Bild Verlags und Mitglied der Geschäftsleitung. CEO Andreas Arntzen:

„Wir freuen uns, mit Dr. Johann Kempe einen anerkannten Medien- und Technologieexperten zu gewinnen und mit ihm den weiteren Technologiewandel unseres Print- und Digital-Portfolios konsequent fortzusetzen.“

In dieser neu geschaffenen Funktion verantwortet der promovierte Informatiker übergreifend die digitalen Bereiche Online, Herstellung und IT. Dr. Johann Kempe freut sich auf die neue Aufgabe in Baierbrunn:

„Den Weg des Wort & Bild Verlags in eine zunehmend digitale Pharmazie- und Gesundheitswelt mitgestalten zu dürfen, ist für mich eine spannende Herausforderung“.

Der 54-Jährige war zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung beim C.H.Beck Verlag und dort für den Bereich Technologie und Business Development zuständig. Zuvor war er Chief Information Officer (CIO) der Holtzbrinck Publishing Group und Geschäftsführer der Tochterunternehmen hgv, circ IT und Holtzbrinck Online Services. Als CIO hat er auch an dem Auf- und Ausbau verschiedener Holtzbrinck-Digitalfirmen wie skoobe, searchmetrics oder devbliss mitgewirkt.

Quelle: (): Presseportal

Ägypten:

Eskalierende Repression vor der Präsidentenwahl

26.03.2018 – Unmittelbar vor der heute beginnenden Präsidentenwahl sind in Ägypten die Repressalien gegen Journalisten noch einmal eskaliert. Präsident Abdelfattah al-Sisi und die Justiz drohen Kritikern in Medien und sozialen Netzwerken immer unverhohlener mit Verfolgung. Jetzt wurde die Kairo-Korrespondentin der britischen Zeitung The Times des Landes verwiesen.

Das ägyptische Regime kennt kaum noch Grenzen, wenn es darum geht, freie Berichterstattung zu verhindern“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. „Regierung und Justiz in Ägypten müssen endlich aufhören, unabhängige Medien als Feinde oder Verräter zu behandeln. Alle willkürlich inhaftierten Journalisten in Ägypten müssen sofort freigelassen werden.“

Mit Blick auf die deutsche Außenpolitik gegenüber Ägypten fügte Mihr hinzu: „Die Bundesregierung gesteht sich offenbar immer noch nicht ein, mit welcher Brutalität der ägyptische Staat seine Kritiker mittlerweile unterdrückt. Anders ist der zynische Verweis auf das Ziel einer ‚Stabilisierung‘ im Koalitionsvertrag nicht zu erklären.“ Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD heißt es zu Ägypten lediglich, man werde „die wirtschaftliche und politische Stabilisierung fördern und die Resilienz gegen Gefahren terroristischer Strukturen stärken“.

„VERRÄTER“-RHETORIK UND AUFFORDERUNGEN ZUR DENUNZIATION

Präsident Abdelfattah al-Sisi persönlich sagte am 1. März, wenn Medien die Armee oder die Polizei beleidigten, sei das Landesverrat. Der Generalstaatsanwalt wies seine Untergebenen an, Medien und soziale Netzwerke zu durchforsten und jene zu verhaften, „die den Kräften des Bösen dienen, indem sie absichtlich Falschnachrichten verbreiten, die den Interessen der Sicherheit und des Staates schaden“. Am 12. März forderten die Behörden alle Bürger auf, „lügnerische“ Berichte in Medien und sozialen Netzwerken an eigens dafür eingerichtete Hotlines zu melden.
    
Am Samstag nun machte die britische Zeitung The Times publik, dass ihre Korrespondentin Bel Trew schon Ende Februar bei Recherchen zum Thema Migration festgenommen und unter Androhung eines Militärprozesses zur Ausreise gedrängt wurde. Für den Fall ihrer erneuten Einreise sei ihr mit der Festnahme gedroht worden, teilte Trew mit.

VERFOLGT WEGEN BERICHTEN ÜBER EXTREMISTEN, OPPOSITION, LEBENSHALTUNGSKOSTEN

Mindestens 26 Journalisten sitzen derzeit in Ägypten in direktem Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung im Gefängnis. Der Sinai-Experte Ismail Alexandrani etwa hatte über die Aktivitäten extremistischer Gruppen recherchiert und sitzt inzwischen seit mehr als zwei Jahren ohne Prozess im Gefängnis. Der TV-Producer Mahmud Hussein sitzt seit Dezember 2016 wegen seiner Arbeit für den katarischen Nachrichtensender Al-Dschasira im Gefängnis; der in Katar lebende Journalist wurde festgenommen, als er zu einem privaten Familienbesuch in seine Heimat reiste.
     Der Journalist Moatas Wadnan wurde im Februar verhaftet, nachdem er auf dem Nachrichtenportal HuffPost Arabia ein Interview mit einem bekannten oppositionsnahen hohen Ex-Beamten und Politikberater veröffentlicht hatte. Die Vorwürfe gegen ihn lauten Verbreitung von Falschmeldungen zur Aufwiegelung gegen den Staat sowie Mitgliedschaft in einer illegalen Vereinigung. Als Tabuthemen, für die Journalisten verfolgt werden können, gelten mittlerweile sogar die Lebenshaltungskosten und die Auswirkungen der hohen Inflation.
    
Am 3. März forderte die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für den Fotojournalisten Mahmud Abu Seid alias Shawkan. Shawkan wurde im August 2013 verhaftet, als er für die britische Fotoagentur Demotix über das gewaltsame Vorgehen der Armee gegen die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi berichtete. In einem politischen Massenprozess muss er sich nun mit mehr als 700 weiteren Angeklagten gegen Vorwürfe wie Mord und Mitgliedschaft in der verbotenen Muslimbruderschaft zur Wehr setzen. In der Haft ist Shawkan schwer an Hepatitis C erkrankt.

Reporter ohne Grenzen setzt sich mit Protestmails an Präsident Sisi für seine bedingungslose Freilassung ein. (Mitmachen unter (): Reporter ohne Grenzen)

RUND 500 WEBSITES WERDEN ZENSIERT

Medienzensur ist in Ägypten mittlerweile alltäglich und nimmt viele Formen an: Druck- und Vertriebsverbote, Anrufe von Geheimdienstvertretern in den Redaktionen und Nachrichtensperren etwa nach Terroranschlägen. Rund 500 Webseiten sind gesperrt, darunter die Seiten von Medien wie Bedaja und Mada Masr, von Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch und dem Arab Network for Human Rigts Information sowie die internationalen und deutschen Webseiten von Reporter ohne Grenzen und das das ROG-Projekt Media Ownership Monitor.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen steht Ägypten auf Platz 161 von 180 Ländern. Mehr zur Lage der Journalisten dort finden Sie unter (): Reporter ohne Grenzen.

– ROG, Pressemitteilung –


RETROSPESPEKTIVE

Internationaler Welttag des Theaters

Tyrannenmord und ein auffälliges DatumDrama:
Shakespeare, William:
Julius Cäsar

Tyrannenmord und ein auffälliges Datum
Im Theaterstück wird eine mögliche historische Begebenheit aus der Antike aufgegriffen. Der Freund und Mitarbeiter von Julius Cäsar sieht sich veranlasst, den römischen Herrscher zu ermorden. Als Julius Cäsar
mehr > 23.04.2016


GEBURTSTAG

2018-03-27, Welttag des Theaters, Diogenes Verlag, schweizerischer Schriftsteller,

Hansjörg Schneider / © Bastian Schweitzer / Diogenes Verlag

Hansjörg Schneider feiert heute seinen 80. Geburtstag

Hansjörg Schneider erzählt in seiner Autobiographie vom Aargau, der Landschaft, die ihn geprägt hat. Von den sanften Hügeln und Auen und der kargen, autoritären Atmosphäre seiner Kindheit und Jugend in den Nachkriegsjahren. Von der Studentenzeit in Basel bis hin zum Aufbruch in ein Leben für die Literatur.
     Woher kommt ein Schriftsteller? Authentisch, berührend und kein bisschen milde zeichnet Hansjörg Schneider nach, wie er wurde, wer er ist.

Kind der Aare ist am 28.2.2018 bei Diogenes erschienen. Nähere Angaben zum Buch (): Kind der Aare.

– Diogenes Verlag, Pressemitteilung, read MaryRead –

Hörspiel ():
«D’Schlummermuetter» von Hansjörg Schneider

GESTORBEN

Eines Morgens
wachst du nicht mehr auf. Die Vögel
singen, wie sie gestern sangen. Nichts
ändert diesen neuen Tagesablauf. Nur du
bist fortgegangen. Du bist
nun frei und unsere Tränen
wünschen dir Glück.

– Johann Wolfgang von Goethe –

Literatursalon, Äste, Natur* 22.02.1956         † 23. März 2018

Philipp Kerr

britischer Schriftsteller

Philipp Kerr starb im Alter von 62 Jahren an Krebs. Bekannt wurde er in Deutschland vor allem durch seine Kriminalromane um den Berliner Privatermittler Bernhard Gunther. Seit 2004 schrieb er auch immer wieder mal für den Kinder- und Jugendbuchbereich.

(): Nachruf Börsenblatt des Deutschen Buchhandels


AUSGEZEICHNET

Die erste Verleihung vom Literaturpreis Bad Schwartau Via Communis

Zum ersten Mal wird der Literaturpreis Bad Schwartau Via Communis verliehen, der mit 4.000 € dotiert ist. Gestiftet wird der Preis vom Förderverein wohnortnahe Palliativversorgung Bad Schwartau e.V., dementsprechend sollen jene ausgezeichnet werden, die sich mit dem Thema „Sterben und den möglichen Umgang damit“ literarisch auseinandersetzen.
     Die in Köln geborene Schriftstellerin Marianne Leky wird für ihren Roman „Was man von hier aus sehen kann“, erschienen im DuMont Verlag 2018, am 4. Mai 2018 den Preis im Forum des Gymnasiums am Mühlenberg in Bad Schwartau entgegen nehmen.

In der Begründung der Jury (Wiebke Porombka, Rainer Moritz und Volker Rohde) heißt es:

Mariana Leky vermag es, mit berückender Leichtigkeit über existentielle Themen – über die Liebe genauso wie über das Sterben – zu erzählen. Dabei ist ihr Roman ›Was man von hier aus sehen kann‹ voller Empathie, philosophischem Tiefgang und Witz. Wenn Leky uns in den Westerwald der 1980er-Jahre mitnimmt, wo eine Großmutter von Okapis träumt und damit den baldigen Tod eines nahen Menschen voraussieht, wenn ein kleiner Junge stirbt und die Großmutter ihre Enkeltochter buchstäblich über die Trauer hinwegträgt, dann erfahren wir während der Lektüre Mariana Lekys genau das: den Schmerz als unvermeidlichen Teil des Lebens genauso wie die Kraft, diesen zu ertragen. Dazu braucht es mitunter ein paar Wunder oder wundersame Begegnungen. Bei Mariana Leky findet man diese in beglückender Fülle.“

– read MaryRead –


LITERATURVERFILMUNG / KINO

„Peter Hase“ als Animationsfilm

In der Verfilmung von Beatrix Potters „Peter Hase eskaliert ein Streit zwischen dem tierischen Titelhelden und dem Gartenbesitzer McGregor. Christoph Maria Herbst leiht dem Hasen in der deutschen Synchronisation des Animationsfilms seine Stimme.

»Das höchst vergnügliche Wechselspiel zwischen tierischen und menschlichen Perspektiven punktet auch durch originelle Nebenfiguren, die auf zwei oder vier Beinen allzu menschliche Neurosen zeigen.« schreibt Urs Bühler über den Film in der „Neuen Zürcher Zeitung“.

– Diogenes Verlag, Pressemitteilung –

Trailer:

Geboren wurde die englische Kinderbuchautorin am 28.07.1866 in London. Mit dem Hasen Peter hat es eine besondere Bewandtnis, wie der Diogenes Verlag mitteilt: „Der Name des Hasen war Peter – der Held ihrer berühmten Kinderbücher –, das Gefängnis war das viktorianische Elternhaus, in dem sie ihre ersten 40 Lebensjahre verbracht hatte. Der einzige Lichtblick ihrer Kindheit waren die Ferien in Schottland und im Lake District gewesen, deren Flora und Fauna sie zu zeichnen begann.“
     Beatrix Potter starb am 22.12.1943 im Lake District, ihre Asche wurde an einem geheimen Ort im Lake District verstreut.

Urs Bühler (): Neue Zürcher Zeitung 
     Auf Deutsch sind „Die gesammelten Abenteuer von Peter Hase bei (): Diogenes erschienen.

 

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in den Tag. Wir freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.

Falls Sie sich mal wieder über eine Lektüre ärgern:
Bücher haben Kanten, um das Denken anzustoßen.

© read MaryRead 2018

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